Mit ein paar Füßen mehr
APL testet neuen Service mit 53'-Containern
Unter der Bezeichnung Ocean53 hat der Container-Carrier APL jetzt nach eigenen Angaben einen erfolgreichen Test mit 53' großen Container im Transpazifik-Verkehr zwischen Südchina und Los Angeles abgeschlossen. Durch die gewachsenen Boxen sollen insbesondere Ladevorgänge reduziert werden.
Anfang November startete APL mit ausgesuchten Kunden auf der transpazifischen Relation den Versuch mit 53' langen Boxen. Geht es nach dem Willen von APL, soll der überlange Container in nicht allzu ferner Zukunft die bevorzugte Behältergröße insbesondere für Transporte in die USA hinein werden. Gegenüber konventionellen 40'-Boxen sollen die XXL-Behälter ein bis zu 60 Prozent größeres Volumen besitzen und so die Versender von Waren in die Lage versetzen, mehr Güter in weniger Container versenden zu können.
Zu den grundsätzlichen Problemen der größeren Container zählte, zumindest zu Beginn des Tests, die geringere Stabilität in der Verschiffung bei voll ausgeladenen Boxen - so dass man sich gezwungen sah, den Inhalt in den Häfen auf kleinere Container zu verladen. Trotzdem waren die ausgesuchten US-Kunden von den größeren Behältern begeistert. Gerade bei Ladungen mit einem geringen spezifischen Gewicht können die verlängerten Boxen ihre Vorteile ausspielen und Transportabläufe weiter rationalisieren.
Aber auch die Reedereien und Umschlagsbetriebe erhoffen sich von den gewachsenen Normbehältern Vorteile. So sollen die 53'-Container die Umschlagszahlen in den Häfen senken, notwendige Lkw- oder Eisenbahnfahrten reduzieren und so letztendlich die Transportkosten nochmals verringern. Dazu Ron Widdows, CEO von APL: "In den letzten 20 Jahren haben wir schon für ausgesuchte Kunden erfolgreich Behälter mit 48' transportiert. Mit den 53er Boxen haben wir jetzt unter den Gesichtspunkt einer weiteren Evolution der Container den nächsten logischen Schritt unternommen."
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