Bremer Erfolgsmodell
GVZ-Bremen: Logistik-Drehscheibe mit Zukunftspotenzial
Das erste Güterverkehrszentrum (GVZ) wurde Mitte der 80er Jahre in Bremen in Betrieb genommen. Nach intensiven konzeptionellen Diskussionen, der Suche eines geeigneten Standortes und der Durchführung der erforderlichen planungsrechtlichen Verfahren konnten 1985 endlich die ersten Firmen im GVZ Bremen angesiedelt werden. Das GVZ Bremen hat sich seitdem zum bundesweit erfolgreichsten Projekt dieser Art entwickelt und wurde als Modell Vorbild für die Entwicklung weiterer Güterverkehrszentren in Deutschland.
Heute ist knapp die Hälfte der zur Verfügung stehenden Flächen von insgesamt 496 ha vergeben. Aktuell sind 135 Firmen mit rund 5500 Beschäftigten im GVZ aktiv. Das sind in erster Linie Transport- und Logistikdienstleister wie KEP-Dienste, Speditionen oder Logistik-Provider.
Das GVZ ist aber auch Standort für Umschlagbetriebe, Lagereien, Packing-Center oder Container-Depots. Dazu kommen Kühlhäuser , KLV-Operator, Schiffahrt- und Hafenbetriebe, Industrie und Handel sowie zahlreiche Service-Dienstleister. Herzstück des Bremer GVZ ist eine Umschlaganlage für den kombinierten Ladungsverkehr, die, auch das ist ein Novum, auf rein privatwirtschaftlicher Basis betrieben wird.
Für Neuansiedlungen stehen im GVZ erschlossene Grundstücke in unterschiedlichen Größen zur Verfügung. Ansprechpartner für interessierte Unternehmen sind die Wirtschaftsförderer der Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG). „Die Nachfrage nach Flächen im Bremer GVZ ist kontinuierlich hoch“, so Ulrich Keller, Vorsitzender der Geschäftsführung der BIG Bremen, gegenüber Contrailo. „Das GVZ punktet bei Investoren vor allem mit seinem großen Flächenangebot für Logistikunternehmen und der hervorragenden Anbindung an die überregionalen Verkehrswege.“
Durch den Bau der Bundesautobahn A 281 gewinnt das GVZ weiter an Attraktivität. Am 30. Januar 2008 wird der wichtigste Streckenabschnitt zwischen dem GVZ und der A 1 eröffnet. „Mit dem Anschluss an die A 281 wird die ohnehin gute verkehrstechnische Anbindung des Bremer Güterverkehrszentrums noch besser“, versichert Keller.
Zu den Aufgaben des Bremer Güterverkehrszentrums soll in naher Zukunft ein neuer Schwerpunkt hinzukommen: Umschlag und Verteilung als Partner des geplanten Tiefwasserhafens Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Im Kern der GVZ-Idee steht allerdings auch heute noch die Umsetzung des kombinierten Verkehrs, die Ausrichtung auf intermodale Einheiten, die im Bremer KLV-Bahnhof mit sechs ganzzuglangen Gleisen und einer Jahreskapazität von 230.000 Behältern auf geradezu ideale Voraussetzungen stößt.
Und genau hier sollen die Aktivitäten des geplanten Tiefwasserhafens anschließen und von der vorhandenen Kompetenz und den logistischen Einrichtungen der Betriebe im GVZ Bremen profitieren. „Als Drehscheibe für den Jade-Weser-Raum ist und bleibt das Güterverkehrszentrum Bremen ein herausragender Standort nicht nur für Logistikunternehmen und affine Dienstleister sondern auch für Produktion und Handel“, ist sich Moehlmann sicher. „Das sind wirklich beste Zukunftsaussichten.“
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