27.07.2009

Der tschechische „Bohemia-Expreß“

Foto: Bohemiakombi

Im Zeichen der Entwicklung

KV-Operateur. Die Wirtschaft und die Transportwelt stecken in einem steten Wandel. So auch der Markt für den kombinierten Verkehr. Die Geschichte des tschechischen Operateurs Bohemiakombi ist wie ein Beispiel für die Entwicklungen vom Einzelwagen zum Ganzzug sowie von den begleiteten zu den unbegleiteten Transportvarianten im Zuge der Liberalisierung der Verkehrspolitik. Bohemiakombi spol.sr.o organisiert kombinierten Straßen-Schienenverkehr. Transportiert werden kranbare Sattelauflieger, inklusive Megatrailer ebenso wie Wechselbehälter und Tankcontainer sowie ISO-Container.

Seit 1992 ist das Unternehmen als unabhängiger KV-Operateur tätig und einziges tschechisches Mitglied um UIRR, der internationalen Vereinigung der Gesellschaften für den Kombinierten Verkehr Straße-Schiene. Das anfängliche Einzelwagenangebot entwickelte sich zunächst zu Ganzzügen im begleiteten kombinierten Verkehr. Mit der EU- Osterweiterung 2004 wuchs die Bedeutung der unbegleiteten Variante. Gemeinsam mit Kombiverkehr wurde der „Bohemia-Expreß“ als neues Ganzzugkonzept entwickelt. Heute verbindet dieser mit Direktzügen Lovosice und Duisburg, Hamburg-Billwerder und Triest. Auch gen Osten ist der Express ab Lovosice im Einsatz. Hier geht der Schienenverkehr von und nach Mähren, Polen, Österreich, Ungarn und in die Slowakei. Langfristig möchte Bohemiakombi als ein neutraler Operateur auf dem tschechischen und slowakischen Markt tätig sein.

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