Erhebung zum Hamburger Logistikimmobilienmarkt
Zuwachs trotz Konjunkturkrise
Der Logistikimmobilienmarkt in Hamburg trotzt der Konjunkturkrise. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle, die der Veranstaltung der Logistik-Initiative Hamburg „Logistikflächen und -immobilien in Hamburg und der südlichen Metropolregion“ vorgestellt wurde.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres erwirtschaftete die Hamburger Logistikregion einen Zuwachs beim Lagerflächenumsatz (Vermietungen plus Eigennutzung) von etwa 63 Prozent, während alle anderen Regionen Deutschlands Umsatzrückgänge hinnehmen mussten. Insgesamt lag der Lagerflächenumsatz bei mehr als 220.000 Quadratmetern. „Die Stärkung des Logistikstandortes Metropolregion Hamburg ist und bleibt ein wichtiges Ziel der Hamburger Politik“, sagte Senator Axel Gedaschko, Präses der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit. „Im Rahmen der Hamburger Wirtschaftsförderung und in Kooperation mit dem Hamburger Umland verfolgen wir eine Politik, die auf die bestmögliche Unterbringung von Unternehmen in der Metropolregion ausgerichtet ist. Unser Ziel ist es, den vielfältigen Nutzungsbedarfen und konkurrierenden Raumansprüchen auf begrenzter Fläche gerecht zu werden und eine ressourcenschonende und ökologisch orientierte Flächenvorsorge in den Fokus zu nehmen“, so der Senator. Hamburgs Auszeichnung als Green Capital 2011 sei ein guter Anlass, nachhaltige Projekte voranzutreiben. In den kommenden Jahren soll auf einer Fläche von knapp 30 ha im Gewerbegebiet Südlich Brookdeich ein Logistikpark realisiert werden, der sowohl ökonomische als auch ökologischen Maßstäbe eines „grünen Logistikparks“ erfüllt. „Wir führen derzeit ein so genanntes Markterkundungsverfahren durch, quasi eine Art Ideensammlung, bei der die zuständigen Stellen mit dem Senat und dem Bezirksamt Hamburg-Bergedorf die Realisierungsmöglichkeiten und die Interessen an dem Projekt im Markt ausloten“, sagt Gernot Lobenberg, Geschäftsführer der Logistik-Initiative Hamburg. „Mit dem Verfahren soll abgeklärt werden, ob die Stadt oder ein Investor den gesamten Park aus einer Hand entwickelt und bewirtschaften wird, oder ob Teilflächen einzeln an Investoren vergeben werden.“
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