12.11.2008

Kontinente verbunden

Ankunft in Hamburg: Nach über 10.000 Kilometern Fahrstrecke erreichte der erste Trans Eurasia Express aus China mit 50 Containern Ende Oktober die norddeutsche Metropole

Fujitsu-Siemens-Train erreicht Hamburg

10.000 Kilometer in 17 Tagen - der erste Trans Eurasia Express aus China kam Anfang Oktober in Hamburg an. Von Xiangtang, rund 700 Kilometer nördlich von Hongkong, wurden 50 Container mit IT-Produkten von Fujitsu-Siemens-Computers auf den Weg geschickt.

Die Container legten die 10.000 Kilometer nach Deutschland über die Schiene zurück. In 17 Tagen durchquerte der Zug China und die Mongolei und passierte bei Irkutsk die Grenze zu Russland. Er folgte im weiteren Verlauf der Trans-Sibirischen Eisenbahn via Nowosibirsk, Omsk, Ekaterinburg bis Moskau. Von dort rollte er über Weißrussland und Polen weiter nach Deutschland.

Per Schiff dauert die Reise 30 bis 35 Tage. Das Flugzeug ist wesentlich schneller, dafür aber auch kostenintensiver. Das steigende Handelsaufkommen zwischen Europa und China verlangt nach mehr Transportkapazität, schnellen und gleichzeitig verlässlichen sowie kostengünstigen Verkehrsanbindungen.

DB Schenker plant, nach den Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr im Februar fahrplanmäßige Güterzüge nach China anzubieten. Unter dem Produktnamen Trans Eurasia Express sollen zunächst wöchentlich jeweils zwei Containerzüge verkehren, die China in weniger als 20 Tagen mit Deutschland verbinden werden.

Die Containerzüge sollen über die eurasische Landbrücke Shanghai und Peking jeweils mit Hamburg, Nürnberg bzw. Duisburg in einem wöchentlichen Regelverkehr verbinden. Interesse für das neue Angebot bekunden Firmen aus dem Automobilbereich, aus der Chemieindustrie, der Haushaltsgerätetechnik, aus dem Maschinenbau und der Papierindustrie. Die Vermarktung der Züge wird von den DB-Schenker-Landesgesellschaften übernommen.

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