Ambrogio-Ganzzugverkehre verbinden Europa
Nur die Einheit zählt
Die Ambrogio-Transportgruppe wurde 1957 durch Domenico Ambrogio gegründet und war eine der ersten Gesellschaften in Europa, die internationale Transporte frühzeitig in intermodale Verkehrssysteme integriert hat.
Unter dem Motto, so wenig Straße wie nötig - so viel Schiene wie möglich, hat Ambrogio bereits seit mehr als 40 Jahren Wirtschaftsräume im intermodalen Verkehr miteinander verbunden. Dazu setzt Ambrogio in Europa heute mehr als 1500 Wechselaufbauten (13,60 m) und rund 700 private Waggons ein. Zur Zeit fahren etwa 60 Ganzzüge wöchentlich auf den Linien Italien-Benelux (und zurück), Italien-Deutschland (und zurück), Italien-Spanien (und zurück), Spanien-Benelux (und zurück) sowie Spanien-Deutschland (und zurück), die allesamt über ein Verkehrsvolumen von mehr als 110.000 TEU p.a. verfügen.
Vergleicht Ambrogio die Transportzeiten der Lkw mit der Schiene, so ist durch die Einführung der neuen EU-Vorschriften zu den Lenk- und Ruhezeiten für Kraftfahrer, mit gleichzeitiger Installation der digitalen Tachographen eine Änderung in Planung und Disposition erfolgt - die sich natürlich insbesondere im Fernverkehr auswirken. Da Ambrogio die Straßentransporte im Vor- und Nachlauf zu und ab den eigenen Umschlagterminals quasi im Nahverkehr durchführt, sind die Lenk- und Ruhezeiten beinahe zu 100 Prozent einzuhalten.
Hinzu kommt, dass Ambrogio im intermodalen Verkehr das zulässige Gesamtgewicht der Lkw auf der Straße von 40 auf 44 t anheben darf. In Zusammenarbeit mit den Wechselbehälter- und Chassis-Herstellern hat man ferner Equipment entwickelt, welches bei leichterem Eigengewicht und größerer Stabilität ermöglicht, legal 28 t Güter zu laden (was in ausgesuchten Fällen etwa 3,0 t mehr ist, als der Lkw bei 40 t Gesamtgewicht).
Die Liberalisierung des europäischen Verkehrsmarktes hat in den vergangenen Jahren in der Wirtschaft zu einem starken Preisverfall auf der Straße geführt. So hat die Ambrogio-Gruppe schon sehr früh maßgeschneiderte Lösungen mit kostenreduzierenden Maßnahmen entwickelt wie beispielsweise Ganzzüge, die aus Privatwagen mit optimiertem Gewicht bestehen, der Minimierung des Rangieraufwandes durch Ganzzüge im Terminal, dem eigenen Zugmanagement oder der Kapazitätssteigerung der eigenen Terminals durch eine optimierte Kraninfrastruktur.
Mit Blickrichtung auf die aktuellen Entwicklungen des Energiemarktes und der Maut, scheint eine zukünftige Kostensteigerung auf der Straße von fünf bis zehn Prozent am Beispiel des alpenquerenden Verkehrs keine Utopie zu sein. Die Verlagerung bedeutender Güterverkehrsanteile auf die Schiene wird die Beteiligten zu besserer Ausnutzung der bestehenden, aber begrenzten Ressourcen zwingen. Züge mit Kapazitäten von 2.000 t und mehr werden gefordert.
Ebenso muss durch bessere Nutzung der Trassen eine kürzere Nutzungsfrequenz erzielt werden. Dies setzt voraus, dass Loks zum Einsatz kommen, die technisch die Möglichkeiten haben, die Gesamtstrecke in den beteiligten Ländern zurückzulegen. So können nur grenzüberschreitende Koordination und Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Vervollständigung der Bahn und Straßensysteme, insbesondere im Transitverkehr, eine dauerhafte und insbesondere wirtschaftliche Lösung bringen.
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