Hafen Göteborg baut Schienenverkehr aus
Züge für Trailer
Der Hafen Göteborg hat Anfang Dezember den Trailerzug-Verkehr aufgenommen. Die ersten Züge verließen den Hafen in Richtung Vännäs, Helsingborg und Eskilstuna. In den letzten zehn Jahren hatte der Göteborger Hafen massiv in den Ausbau des Schienengüterverkehrs investiert.
Mit Erfolg: So werden heute 45 Prozent aller Container per Zug transportiert. Rund 200.000 Container im Jahr auf der Schiene bedeuten zugleich 550 Lkw pro Tag weniger auf der Straße. Göteburg verfügt außerderm über das größte RoRo-Terminal Schwedens. Eine halbe Million Trailer werden dort umgeschlagen, der überwiegende Teil – noch – per Lkw. Doch das soll sich ändern.
„Unser kurzfristiges Ziel ist, dass und zehn Prozent der Trailer per Zug erreichen oder verlassen. Langfristig wollen wir den Schienenanteil auf 25 Prozent ausbauen,“ kündigt Magnus Kårestedt, Geschäftsführer des Göteborger Hafens, an.
Für Trailer ist der Umstieg auf die Schiene schwieriger als für Container. Zum einen liegt das an der bislang zu geringen Anzahl an entsprechenden Zügen, zum anderen müssen die Trailer manchmal unterwegs zusätzlich be- oder entladen werden. Die neuen Göteborger Züge sind Kombizüge, die halb mit Trailern und halb mit Containern beladen sind.
Statt den kompletten Weg z.B. in das 1.000 km entfernte Vännäs zu fahren, können die Trailer am nächstgelegenen Terminal auf die Züge nach Göteborg gehoben werden. „Wir sind sicher, dass Unternehmen und Transportdientleister die ökonomischen und ökologischen Vorteile dieses Konzepts bald verstärkt nutzen wollen“, sagt Magnus Kårestedt. Betreiber der Züge sind die Unternehmen North Rail und Intercontainer.
Weitere Artikel zum Thema Hafen
- Neue Terminalflächen in Halle
- Hafen Hamburg auf der Intermodal 2008
- Hamburg will Freizone verkleinern
Archiv
Anmeldung
Achtung: Cookies müssen vom Browser beim Login akzeptiert werden.






