13.03.2009

Infrastruktur

Zukunft im Hinterland

Die IHK Nord, der Verbund aus 13 norddeutschen Industrie- und Handelskammern, hat Ende Februar die Bundesregierung aufgefordert, einen Investitionsschwerpunkt "Deutsche Seehäfen und ihre Hinterlandanbindungen" zu setzen.

"Unsere Seehäfen verbinden deutsche Unternehmen mit den Weltmärkten, sichern über Rohstoff- und Energieimporte den Produktionsstandort Deutschland und sorgen für nachhaltige Mobilität", sagte Manfred Wendt, amtierender Präsident der IHK Nord, bei der Präsentation der Studie "Mit der Welt verbunden - Die nationale Bedeutung der deutschen Seehäfen" in der Handelskammer Hamburg.

Damit erfüllten die Häfen eine gesamtwirtschaftliche Funktion und deshalb seien Investitionen in ihren Ausbau und ihre Hinterlandanbindungen von nationalem Interesse, so Wendt in Anwesenheit von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und etwa 250 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Nach Ansicht der IHK Nord werde das Gewicht der deutschen Seehäfen weiter zunehmen: 2025, so heißt es in der Untersuchung, würden dort 57 Prozent des deutschen seewärtigen Außenhandels umgeschlagen.

Dass der Export auch zukünftig ein entscheidender Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft sein wird, stellte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee auf dem Symposium "Die nationale Bedeutung der deutschen Seehäfen" klar: "Die deutschen Seehäfen haben eine Schlüsselrolle bei der Überwindung der angespannten Konjunkturlage. Mit den beiden Konjunkturprogrammen der Bundesregierung und dem Sofortprogramm "Seehafenhinterlandverkehr" beseitigen wir Engpässe und bauen die Infrastruktur aus, um den verkehr der Zukunft zu bewältigen. Wir bringen wichtige Verbindungen voran, darunter die Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven oder den Knoten Hamburg. Mit diesen Maßnahmen tragen wir zu Wachstum und Arbeitsplätzen in den Seehäfen bei."

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