Rail-Projekt der Antwerpener Port Authority
Steigerung für den Schienenumschlag
Weniger Container auf der Straße – darauf zielt das neue Projekt „Antwerp Intermodal Solutions“ (AIS II) der Antwerpener Port Authority. Die Hafenbehörde sieht das Potential für den Umschlag von 340 000 Container für den Schienentransport.
Derzeit verkehren jede Woche 200 Containerzüge zwischen dem Hafen Antwerpen und 40 Zielen in 13 Ländern. Für die Straße sind das 4000 Lkw und 66 km Stau pro Tag weniger, gibt die Antwerp Port Authority an. Über das Jahr gesehen würden so 200.000 t CO2 eingespart. Die Hafengesellschaft konzentriert sich insbesondere darauf, Hinterlandtransporte auf die Schiene zu verlagern, um seinen Umwelt-Fußabdruck zu verbessern. Der umweltfreundlichere Transport per Bahn hat bereits in den vergangenen Jahren deutlich hinzugewonnen. Nun sieht die Antwerp Port Authority Möglichkeiten für den Umschlag von 340 000 Container.
Wachstumspotential
Das Wachstumspotential auf mehr als 300 000 Containern wurde von der Port Authority nach Rücksprache mit Reedereien, Spediteuren und Befrachtern berechnet. Wie viel von diesem Volumen tatsächlich über die Schiene transportiert werden wird, bleibt abzuwarten. Mehr und mehr Befrachter im Seehafen Antwerpen entscheiden sich nach Angaben der Hafenbehörde für den Schienentransport ins Hinterland. Ende Januar hat Hupac eröffnete neues Umschlagterminal Terminal Antwerp mit einer Kapazität von 150.000 Container jährlich. In Zusammenarbeit mit IFB und BASF plane Hupac zudem für Anfang März die Eröffnung eines weiteren Bahnterminals mit ähnlicher Kapazität. Im vergangenen Jahr waren die Schienenangebote mit neuen Zielen in Ost- und Südeuropa ausgebaut worden.
Infrastrukturausbau
Um dem Wachstum der Schienentransporte gerecht zu werden, steht auch der Ausbau der Schieneninfraktruktur im und um das Hafengebiet im Blickpunkt. Zur Zeit sind innerhalb des Hafenbereichs 1055 km Gleise und jedes Terminal hat einen eigenen Bahnanschluss.
Tunnelverbindung
Die wichtigen Infrastrukturporjekte beinhalten den Bau eines zweiten Schienenzugangs am rechten Scheldeufer sowie den Liefkenshnoek- Bahntunnel. Letzterer soll 2014 geöffnet werden und die Schienenverbindung zwischen linken und rechtem Ufer verbessern. Neben dem Schienenverkehr möchte die Antwerp Port Authority auch den Binnschiffsverkehr weiter ausbauen. Auch dieser umweltfreundlichere Verkehrsträger konnte in den vergangenen Jahren den Anteil am Modalsplit erhöhen.
Archiv
Anmeldung
Achtung: Cookies müssen vom Browser beim Login akzeptiert werden.



