06.05.2010

Das Transportkonzept von Ambrogio

Foto: Ambrogio

Staufrei ans Ziel

Wenn beim Lieblingsitaliener die Pasta wieder besonders frisch auf den Tisch kommt, hat nicht nur der Koch ganze Arbeit geleistet. Auch die Logistikprofis von Ambrogio aus Neuss haben einen entscheidenden Anteil.

Frische Lebensmittel  vertragen keine Staus. Schon 1957, als Staumeldungen noch Seltenheitswert hatten, setzte Domenico Ambrogio auf die Kombination von Schiene und Straße.

Im Zentrum

Mehr noch: Durch die Entwicklung eigener, gewichtsoptimierter Wechselbehälter und Waggons gelang es ihm, mehr Tonnage pro Zug zu bewegen als andere Wettbewerber. Heute rollen nach dem Konzept wöchentlich rund 60 Eisenbahnzüge der Ambrogio GmbH, beladen mit bis zu 1.600 Tonnen Gütern über die wichtigsten europäischen Fernstrecken. Zentrale Drehscheibe in Deutschland ist das trimodale Rheinhafen Terminal von Neuss Trimodal. „Neuss ist dank seiner zentralen Lage im Westen Deutschlands und seiner Nähe zu Belgien und den Niederlanden für uns ein idealer Standort", sagt Siegfried Wendland, Geschäftsführer der Ambrogio GmbH. „Von hier aus erreichen wir im 200-Kilometer-Radius einen Wirtschaftsraum mit fast 50 Millionen Menschen." Um noch stärker von den Standortvorteilen profitieren zu können, hat sich die Ambrogio GmbH am Joint-Venture des Terminalbetreibers Neuss Trimodal beteiligt.

Europäisches Netzwerk


Zudem ist Ambrogio in Deutschland noch in Karlsruhe vertreten. Weitere Terminals werden in Belgien, Frankreich, Spanien und Großbritannien unterhalten. Diese und 1.500 leichte Wechselbehälter sowie 750 Doppelwaggons bilden die moderne Transport-Infrastruktur des Unternehmens. „Der Schienentransport produziert bis zu 70 Prozent weniger CO2 - für immer mehr Kunden ist das ein wichtiges Argument. Und weil wir weniger abhängig von Diesel- und Mautkosten sind, können wir unseren Kunden langfristig garantierte günstige Frachtraten bieten" sagt Wendland und ergänzt: „Durch die enge Kooperation mit unseren Bahnpartnern BLS und Railion können wir selbst für längste Transportstrecken höchste Zuverlässigkeit und Schnelligkeit garantieren." Beispielsweise brauchen die Spezialitäten vom Nudelhersteller in Italien bis auf den Teller in Düsseldorf nicht mehr als zwei Tage -ganz gleich, ob es in den Alpen geschneit hat oder ob die Autobahn mal wieder dicht war.

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