600-t-Prüfstand für Lastaufnahmemittel
Große Hebemittel leichter testen
Die Anforderungen im Offshore Bereich sind enorm. Das gilt auch für die eingesetzten Lastaufnahmemittel. Intensivee Dauerbelastungen durch Wellengang, Wind und die schwierigen Einsatzbedingungen beanspruchen das Hebeequipement besonders stark. Nachgewiesene Sicherheit steht hier an erster Stelle. Für Überlastprüfungen hat GKS-Axzion daher eine Prüfanlage mit 600 t-Zugkraft.
Da zunehmend in Bereiche wie Energieerzeugung investiert wird, nehmen auch die Stückgewichte zu. Turbinen, Gasverdichter, Windkraftanlagen sind Lasten mit einem sehr großen Wert. Beschädigungen beim Transport würden lange Reparatur- und Wiederbeschaffungszeiten nach sich ziehen. Daher stellen die internationalen Kunden hohe Anforderungen an das Hebematerial. In Überlasttests müssen diese ihre Stabilität beweisen. Zertifikate von Prüfgesellschaften bestätigen dann die geforderte Qualität. Überlasttests von großen Hebekonstruktionen sind dabei oftmals aufwendig und teuer. Deshalb wurde der Wunsch nach einem geeigneten Prüfstand lauter.
In der international tätigen SpanSet-Gruppe ist GKS-Axzion der Spezialist für große Lastaufnahmemittel. Mit der Erweiterung des Fertigungsstandortes in Langenfeld auf mehr als 5000 qm Fertigungsfläche war Ende 2008 endlich der Platz für den dringend benötigten Prüfstand vorhanden. Die Prüfanlage hat eine Länge von 20 m, eine Höhe von 5 m und ein Eigengewicht von mehr als 100 t. Die Zugkraft von maximal 600 t wird durch zwei riesige Hydraulikzylinder aufgebracht. Dabei ist das Tankvolumen des Hydraulikaggregats ist so groß, wie der Heizöltank im Keller eines Einfamilienhauses. Gesteuert werden die Lasttests durch Handbetrieb oder Computer mit Auswertung. Sämtliche Messwertgeber sind geeicht und die Genauigkeit der Anlage wurde durch das Prüfamt bestätigt. Dank modularem Aufbau kann der Prüfstand erweitert werden.
Die Prüfanlage steht dabei allen offen und auch andere Lastaufnahmemittel können jetzt nach Angabe von GKS-Axzion kurzfristig getestet werden. Große Prüfgesellschaften wie beispielsweise Lloyds Register, Germanische Lloyd oder Dekra haben laut den Lastaufnahmemittelspezialisten bereits Lasttests auf dem neuen Prüfstand begleitet. Umfassende Versuchsreihen, wie beispielsweise die Erprobung neuer Turmanschlagpunkte für Nordex konnten in Ruhe, unter absolut realistischen Einsatzbedingungen durchgeführt werden. Auch die Überprüfung bereits vorhandener Lastaufnahmemittel nach DIN EN 13155 wird zukünftig an Bedeutung gewinnen. Mit einer zweifachen Überlast kann hier die Eignung entsprechend der Norm nachgewiesen werden. Bestätigt wird das Prüfergebnis durch den begleitenden Schweißfachingenieur. Auf Wunsch werden auch die Begleitung der Tests durch neutrale Prüforganisationen wie Tüv, Dekra, Lloyds Register, Germanischer Lloyd, Nordke Veritas u.a. angeboten und organisiert.
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