28.08.2008

Einigkeit auf höchster Ebene

Satellitenbild des Fehmarnbelt: Wo die gelbe Linie die derzeitige Fährverbindung anzeigt, soll ab 2018 eine Brücke Fehmarn und die dänische Insel Lolland verbinden

Grünes Licht für die Fehmarnbelt-Querung

Der Baubeginn für die feste Ostsee-Verbindung zwischen Dänemark und Deutschland rückt in greifbare Nähe. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und seine dänische Kollegin Carina Christensen werden am 3. September in Kopenhagen einen Vertrag über das Projekt unterzeichnen.

Die Fehmarnbelt-Querung ist eine knapp 20 Kilometer lange Brücke zwischen Puttgarden auf der schleswig-holsteinischen Insel Fehmarn und der dänischen Hafenstadt Rødby auf Lolland. Die feste Verbindung als Alternative zum Fährverkehr würde die Fahrzeit zwischen Kopenhagen und Hamburg von derzeit viereinhalb Stunden um knapp eine Stunde verkürzen.

Im Juni 2007 hatten sich Kopenhagen und Berlin darauf geeinigt, dass die auf 5,6 Milliarden Euro geschätzten Baukosten privat finanziert und durch Staatsgarantien abgesichert werden. Für die deutsche Zustimmung ausschlaggebend war, dass Dänemark mit seinem verkehrspolitisch deutlich stärkeren Interesse die Kosten für den eigentlichen Brückenbau mit 4,8 Milliarden Euro weitgehend allein finanziert. Deutschland muss 800 Millionen Euro tragen. Wieder eingefahren werden sollen die Baukosten durch Mautgebühren. Beide Seiten peilen die Fertigstellung der geplanten Brücke für 2018 an.

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