12.12.2007

Vernetzung ist das Ziel

Synergetischer Sechserpack: Die Güterverkehrszentren in Niedersachsen

Güterverkehrszentren in Niedersachsen

Das Güterverkehrsaufkommen wächst permanent, damit auch die Notwendigkeit einer optimalen Verknüpfung der Verkehrsträger. Insbesondere Güterverkehrszentren (GVZ) bieten hierbei an strategischer Lage Ansiedlungsflächen und schaffen die Grundlage, optimierte Transportketten aufzubauen und die logistischen Schwerpunktregionen miteinander zu verknüpfen. Neben der Verkehrsverlagerung sind Hauptaufgaben eines GVZ die räumliche Bündelung von transportintensiven Verkehrsbetrieben und Verladern mit dem Ziel, Synergien zu schaffen (z.B. gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen) und durch intermodale Transportketten die Vernetzung der GVZ-Standorte auf nationaler und internationaler Ebene voranzutreiben.

Deutschland weist in der strategischen Planung ein flächendeckendes Netz von rund 35 GVZ-Standorten mit unterschiedlichem Realisierungsstand auf. Niedersachsen verfügt mit den GVZ-Standorten in Dörpen, Hannover, Osnabrück, Wolfsburg, Salzgitter und Göttingen über 6 Basisstandorte, die durch weitere zukunftsorientierte Ergänzungs- und optionale Erweiterungsstandorte den Kunden aus Logistikwirtschaft sowie Handel und Industrie optimale Umschlag- und Ansiedlungsbedingungen offerieren. Die GVZ-Standorte in Niedersachsen werden bedarfsorientiert weiterentwickelt.

Die Dynamik der Entwicklung nimmt stark zu. Die Gründe hierfür sind vielfältig: zum einen sind es die hohen Mengenzuwächse im Güterverkehr aber auch die wachsende Bedeutung des Kombinierten Verkehrs und die damit verbundene Umstrukturierung der Logistik in der verladenden Wirtschaft.

Die Abwicklung logistischer Aufgaben und Funktionen wird zunehmend nicht mehr als die eigene Kernfunktion gesehen, sondern Logistikdienstleistern im Rahmen von Outsourcing-Projekten übertragen. Damit verbunden ist in vielen Fällen auch die räumliche Verlagerung flächenintensiver Lager-, Kommissionier- und Distributionsfunktionen. Dies erfordert geeignete Standorte mit ausreichenden Flächenreserven und der Möglichkeit einer Abwicklung der Transporte „rund um die Uhr“. Ein guter Zugang zum übergeordneten Straßennetz und auch die Anbindung an weitere Verkehrsträger sowie den Kombinierten Verkehr runden das Anforderungsprofil ab.

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