Rotterdam gibt Gas
Neues LNG-Terminal geplant
In den kommenden zehn Jahren sollen in Rotterdam mehrere Milliarden Euro in Ausbau, Diversifizierung und umweltfreundlichere Verfahren zur Energieversorgung investiert werden. Neben Gate Terminal wird der LionGas-LNG-Terminal entwickelt. Drei der fünf Erdölraffinerien sollen mehr und vor allem umweltfreundlichere Produkte herstellen. Gleichzeitig plant Rotterdam eine Verringerung der CO2-Emissionen um 50 %. Das zu diesem Zweck genutzte Pipelinenetz kann auch nach Belgien und Deutschland weiter ausgebaut werden.
Der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) investiert ca. 60 Millionen Euro in den Bau der Basisinfrastruktur für Gate Terminal. Am Papegaaienbek, dem Nordufer der Maasvlakte, wird ein abgetrenntes Hafenbecken für die LNG-Tanker gebaut. Beim Bau des 1,5 km langen Beckens werden 6,5 Millionen Kubikmeter Sand ausgehoben. Dieser Sand soll für den Bau der Tweede Maasvlakte verwendet werden. Der Bau des Terminals wird voraussichtlich 3 Jahre dauern.
Der letzte LNG-Terminal für den Nordwesten Kontinentaleuropas wurde vor 20 Jahren gebaut. Rotterdam kann von den größten LNG-Tankern der Welt, der so genannten Qatar-Max-Klasse angelaufen werden. Diese Schiffe haben einen Tiefgang bis 12 m und eine Länge bis 350 m. Für die Anfuhr von 9 Milliarden m³ muss der Hafen pro Woche von 2-3 Schiffen mit einer Ladekapazität von 140.000 bis 250.000 m³ angelaufen werden.
Weitere Artikel zum Thema Rotterdam
Weitere Artikel zum Thema Hafen
Archiv
Anmeldung
Achtung: Cookies müssen vom Browser beim Login akzeptiert werden.






