Schritt zur Drehscheibe
Dresden eröffnet RoRo-Terminal
Im Alberthafen Dresden-Friedrichstadt wurde Mitte Dezember die erste RoRo-Anlage Sachsens eingeweiht. Nach 11 Monaten Bauzeit ging damit ein Projekt zu Ende, in das der Freistaat zusammen mit dem Bund 3,9 Mio. € investiert hat. Als Eigner der Binnenhäfen Oberelbe GmbH hat Sachsen seit 1995 insgesamt 67 Mio. € in den Ausbau der drei sächsischen Häfen Dresden, Riesa und Torgau investiert. Dem Dresdner Alberthafen kamen davon insgesamt 42 Mio. € zugute.
Bisher wurden im Dresdner Hafen sperrige Güter bis 90 t mit Hilfe von hafeneigenen Kränen bzw. Mobilkranlagen umgeschlagen. Mit der neuen RoRo-Anlage werden Schwerlasten und Projektladungen ohne Kräne bewegt, da der beladene LKW direkt aufs Schiff auf- und wieder herunterfahren kann. Der erste Umschlag einer Turbine des Siemens Turbinenwerkes in Görlitz soll der Auftakt für viele Maschinen und Anlagen sein, die künftig über die RoRo-Anlage auf das Binnenschiff rollen werden.
Zur neuen RoRo-Anlage gehört auch eine Montagehalle. Sie wird von Firmen des Anlagenbaus genutzt, um dort Maschinen oder Turbinen zu komplettieren oder zu verpacken und per LKW aufs Schiff zu verladen. Die mobile Krantechnik entfällt dadurch. Die verladende Wirtschaft erhöht damit ihre Flexibilität und Konkurrenzfähigkeit im weltweiten Wettbewerb.
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