Hinterland im Visier
Maersk baut eigenes Binnenterminal in Neuss
Die Containerschiffsreederei Maersk hat mit den Neuss Düsseldorfer Häfen einen langfristigen Vertrag unterzeichnet, in dessen Rahmen unter anderem auch ein trimodales Binnencontainer-Terminal mit Maersk Line als 100 prozentigem Anteilseigner gebaut wird. Das Terminal soll nach Unternehmensangaben als Güterverteilzentrum innerhalb des Ruhrgebiets und als „grüne Pipeline“ für die Region dienen.
Strategisches Ziel von Maersk ist es, den Anteil der per Binnenschiff und Bahn ins Hinterland transportierten Güter weiter zu steigern. Dazu soll das Neusser Terminal einen entscheidenden Beitrag leisten. Gleichwohl ist man sich auch bei Maersk bewusst, dass der Lkw immer ein drittes Standbein der physischen Wertschöpfungskette bleiben wird.
Das Maersk-Terminal in Neuss wird voraussichtlich 2010 in Betrieb gehen. Die Grundstücksgröße beträgt rund drei Hektar, mit Erweiterungsmöglichkeiten auf acht Hektar. Erweiterungen sind geplant, um eine ausreichende Kapazität bis 2032 zu gewährleisten. Es soll Maersk außerdem die Möglichkeit bieten, seine Push-pull-Strategie auszubauen. Dabei werden Container in Binnenterminals verladen (pushed in) und entladen (pulled out), anstatt sie bis zur Abholung auf dem überfüllten Seehafengelände zu lagern. Diese Methode wirkt sich zudem positiv auf die zunehmende Nutzung der Binnenschiffs- und Eisenbahnkapazitäten aus.
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