Ausbau auf Schienen
Neuer Umschlagsbahnhof am Hamburger Containerterminal Tollerort
Nicht nur im alltäglichen Hafenbetrieb ist das derzeitige, rasante Wachstum des Güterumschlags zu erkennen, sondern auch die diversen Neu- und Umbaumaßnahmen der Infrastruktur im und außerhalb des Hafengebietes sind deutliche Anzeichen des wachsenden Güterumschlags. Zu den jüngsten Projekten zählt der Ausbau des Bahnhofs Tollerort.
Der Umschlagbahnhof auf der neuen Fläche des CTT sowie die Rampe für die Portalhubstapler als Verbindung zum bestehenden Terminalgelände sind fertiggestellt. Die Tests der drei Bahnkräne haben begonnen. Im Anschluss an die Tests ist der Bahnhof noch im April 2008 in einen eingeschränkten Übergangsbetrieb übergegangen.
Die Bauarbeiten für das neue Betriebsgebäude und das Parkhaus haben ebenfalls begonnen. So sind bereits die Säulen, auf denen die Fußgängerbrücke als Verbindung zwischen Bürogebäude und Parkhaus ruhen soll sowie das Treppenhaus des Parkhauses. Auf der restlichen neuen Fläche finden zukünftig die neue Lkw-Abfertigung sowie die Lagerung von Leercontainern Platz. Die Flächenbauarbeiten hierzu sind in vollem Gang und die ersten Spuren für die Lkw-Abfertigung sind im Grundriss bereits erkennbar.
Die Ausbaumaßnahmen sind dabei in einem größeren Kontext zu sehen. Mit den wachsenden Containerströmen ist in den kommenden Jahren auch in Hamburg eine entsprechend leistungsfähige Infrastruktur gefragt. Schon heute setzt die Hansestadt dabei auf einen entsprechenden hohen Anteil beim Transport der Normboxen auf dem Schienenweg - und will in Zukunft den umweltfreundlichen Verkehrsträger noch stärker in die Verteilung und den Transport der Container einbinden.
Setzte man in den Anfangsjahren bei der Verteilung und Zuführung der Stahlkisten von und zu den Seehäfen insbesondere auf den Lkw, so zeichnet sich in den letzten Jahren immer mehr eine Verschiebung hinzu den Verkehrsträgern Wasser und Schiene ab. Nicht ganz freiwillig übernimmt dabei die Hansestadt an der Elbe bedingt durch die eigenen, stark begrenzten Flächenressourcen eine gewisse Pilotfunktion - und könnte damit auch ein Vorbild für weitere Seehäfen werden.
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