Gelungener Frühstart
CT 4 in Bremerhaven geht offiziell in Betrieb
Heute wird der vierte und letzte Abschnitt des Containerterminals Bremerhaven (CT 4) offiziell eingeweiht. Mit der feierlichen Eröffnung im Beisein hochrangiger Gäste aus Politik und Wirtschaft findet der Bau der längsten Containerkaje der Welt nach rund vier Jahren seinen Abschluss.
Für Bremenports-Geschäftsführer Jürgen Holtermann ist die Verlängerung der Stromkaje um 1.700 Meter auf nunmehr fast fünf Kilometer eine klare Ansage an den Markt: „Europas viertgrößter Containerhafen investiert zügig und angemessen in den Ausbau seiner Infrastruktur und bleibt damit seinen Kunden in aller Welt ein verlässlicher Partner.“
Ein Signal, das scheinbar angekommen ist. Mit Maersk und MSC konnten die beiden größten Reedereien der Welt als langfristige Kunden gewonnen werden. MSC Gate ist Betreiber des Contaiener Terminal 1 und Maersk sichert sich als Teilhaber am CT-4-Betreiber North Sea Terminals Bremerhaven (NTB) schnelle Abfertigungszeiten vor allem für seine Großschiffe über 10.000 TEU.
In dem Engagement der beiden Branchenriesen liegt auch einer der Gründe für einen weiteren Erfolg: Denn bereits Ende letzten Jahres konnte die mit dem Bau beauftragte „Arbeitsgemeinschaft CT 4“ die fertige Infrastruktur übergeben – 14 Monate früher als geplant. Positiver Nebeneffekt: In das arg gebeutelte Bremer Portemonnaie fließen 50 Mio. Euro zurück, die durch die kürzere Bauzeit gespart wurden.
Gleichzeitig kann die Anlage früher Profit erwirtschaften. Um der steigenden Nachfrage nach Liegeplätzen nachkommen zu können, wurden deshalb einzelne Abschnitte des CT 4 jeweils schon mit ihrer Fertigstellung sukzessive in Betrieb genommen.
Am Nordende hat die Stromkaje die Landesgrenze Bremens zu Niedersachsen erreicht. Für Bremen bedeutet das, dass eine nochmalige Erweiterung der Hafenflächen nicht mehr möglich ist. Die letzen Umschlagszahlen lassen darauf hindeuten, dass die Kapazität von 7 Mio. TEU bereits in den nächsten fünf Jahren erreicht werden kann.
Um trotzdem mit dem weiter wachsenden Containerverkehr Schritt zu halten hat sich das Land Bremen am JadeWeserPort beteiligt, der momentan in Wilhelmshaven entsteht. Mit dem neuen Tiefwasserhafen in der Hinterhand sehen sich die bremischen Häfen deshalb auch für die weitere Zukunft gerüstet.
„Bei gutem Wetter kann man Wilhelmshaven von hier aus sehen“, sagt Rüdiger Staats beim Blick aus einem der Bremenports-Büros im neu gebauten Sail City Hochhaus am Bremerhavener Weserdeich. Für ihn ein täglich sichtbarer Beweis, dass hier inmitten der Globalisierung auch eine Region immer enger zusammenwächst.
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