17.02.2009

Neubau von Maersk macht Station im Hamburger Hafen

Foto: Maersk - Das Schwesterschiff der Marit: die Georg Maersk

Lange Marit zu Gast

Nach Fertigstellung und Schiffstaufe auf der dänischen Werft in Odense lief der im Auftrag der Reederei Maersk Line neu gebaute Containerriese "Marit Maersk" auf der Jungfernreise auch den Hamburger Hafen an.

Mit einer Länge von 367 Metern ist das Schiff nach Angaben der Hamburg Hafen Marketing 15 m länger als alle anderen Containerschiffe, die bislang den Hamburger Hafen angelaufen haben.

Schiffe mit Stellplatzkapazitäten bis 11.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) werden von der internationalen Schifffahrt zunehmend in Verkehr gebracht und sollen in den kommenden Jahren vermehrt auch nach Hamburg kommen. Begrenzt bleibt bis zum Beginn der geplanten Fahrrinnenanpassung der Unterelbe die Ausnutzung des maximalen Tiefgangs bei voller Ladung. Unter den derzeitigen Fahrwasserbedingungen können diese Schiffe nicht vollständig abgeladen werden. Die Abfertigung der "Marit Maersk" erfolgte am Eurogate Container Terminal Hamburg (CTH).

Foto: fh - Die Marit Maersk im Hamburger Nebel

Bescheidenes Wetter zum Auslaufen

Nach Beendigung der Ladetätigkeit verließ die "Marit Maersk" am frühen Montag-Morgen erneut den Hamburger Hafen. Die Ausmaße des Containerriesen konnten dabei teilweise nur erahnt werden, ließ ausgesprochen schlechte Sicht im Hafengebiet wahlweise das Heck oder den Bug in den dichten Nebelschwaden verschwinden. Eine Herausforderung stellte nach Angaben der Hafenbehörden dabei das erneute Zurückschleppen des Neubaus in das Fahrwasser der Elbe dar, hatte die "Marit Maersk" doch tags zuvor mit dem Bug voraus am Eurogate Terminal festgemacht. Eine vorbereitende Simulation, eine ausgefeilte Technik und das routinierte Bugsieren zweier Schlepper ließ das kritische Manöver dann aber auf weniger als eine halbe Stunde schrumpfen. Anschließend verließen die Lotsen den Containerriesen, der sich mit einem kräftigen Gruß aus dem bordeigenen Horns von den Begleitern in Richtung Cuxhaven und weiter nach Malaga verabschiedete.

Die "Marit Maersk" ist 42,80 m breit und besitzt nach Reedereiangaben eine Ladekapazität von 7.000 TEU sowie 544 Anschlüsse für Kühlcontainer (Reefer). Der Branchendienst Alphaliners gibt in seiner Veröffentlichung die Tragfähigkeit mit 110.000 Tonnen und den Maximaltiefgang mit 15,5 m an. Ferner ist die "Marit Maersk" so Alphaliners, mit einer Hauptmaschine von Wärtsilä-Sulzer ausgestattet, die 68.640 Kilowatt leistet und eine Dienstgeschwindigkeit von 24 Knoten ermöglicht. Die Container-Stellplatzkapazität beträgt nach Berechnungen von Alphaliners ungefähr 10.000 TEU.

Beim Besuch im Hamburger Hafen handelte es sich um eine einmalige Überführungsfahrt im Europa-Fernost-Dienst AE-1 der Reederei Maersk von Hamburg durch den Suezkanal nach Südostasien. In Singapur wird das Schiff am 9. März erwartet. Von dort aus setzt der hellblaue Riese seine Beschäftigung im Transpazifik zwischen Asien und Nordamerika fort.

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