19.03.2009

Kooperation von Seehafen Kiel und Baltic Terminal Kiel International (BTKI)

Umschlag gestartet

Im Kieler Hafen wurde am Abend des 13. März der regelmäßige Containerumschlag aufgenommen. Zur Premiere traf die mit den ersten hundert 20ft-Containern aus Riga kommende MS „Vera Rambow" im Ostuferhafen ein. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer vom Seehafen Kiel: "Dies ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Hafens. Mit dem Containerumschlag erschließt sich ein neues Geschäftsfeld für Kiel."

Der Containerverkehr zwischen Riga und Kiel basiert auf der Verladung von Ferroalloys, hochwertigen Zuschlagstoffen für die westeuropäische und skandinavische Stahlindustrie, für die sich die Baltic Terminal Kiel International GmbH (BTKI) einen langfristigen Vertrag sichern konnte. Zielsetzung ist, im ersten Jahr 10.000 TEU im Ostuferhafen umzuschlagen. Jan-Rainer Straßburg, Geschäftsführer BTKI: "Ist Kiel in der Transportkette erst etabliert, so werden die Umschlagsmengen in den Folgejahren ansteigen."

Produziert und in Container gepackt wird Ferroalloy im zentralasiatischen Kasachstan. Die Transportroute der Container führt von Kasachstan per Blockzug nach Lettland. Im Hafen von Riga werden die Container auf Seeschiffe Richtung Kiel verladen. In Kiel werden Container mit bereits vorsortierten Zuschlagsstoffen direkt auf die Bahn weiterverladen. Sind Zuschlagstoffe hingegen noch unsortiert, so geschieht dies im Ostuferhafen in geschlossener Halle. Abhängig von Mengen und Destination erfolgt der Nachlauf per Lkw, Bahn oder künftig auch mit dem Binnenschiff. Die Leercontainer gehen via Kiel und Riga wieder zurück zum Verlader.

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