Ennshafen setzt auf strategische Investitionen
Klotzen statt kleckern
Der aktuellen wirtschaftlichen Lage zum Trotz setzt der Ennshafen auf weitere strategische Investitionen. Auf seiner ersten Sitzung in diesem Jahr beschloss der Aufsichtsrat der Ennshafen OÖ GmbH ein Investitionspaket in Höhe von rund neun Millionen Euro.
Konkret wurde beschlossen, 3,8 Mio. Euro für den Ausbau des Übergabe-Bahnhofs und
die Schaffung von weiteren insgesamt 1.980 m Gleisen zu investieren. Der Neubau beinhaltet zwei zusätzliche Ganzzugsgleise und drei Gleisstutzen mit 100, 150 und 200 Metern Länge inklusive Elektrifizierung am Übergabebahnhof. Diese Erweiterung bietet den Vorteil, dass für die Verschubtätigkeit sowie für das Zusammenstellen von Zügen mehr Gleise zur Verfügung stehen, ohne die Durchfahrt in den Containerterminal zu behindern.
Außerdem wurden 5,15 Mio. Euro für die Errichtung einer 360 m langen Kaimauer im Hafenbecken West vom Aufsichtsrat genehmigt. Der neue Kai entsteht im Anschluss an den bereits bestehenden Kai 20 auf der noch unbefestigten Kai-Seite des Hafenbeckens West. Der Ausbau soll die Voraussetzungen für rasche Betriebsansiedlungen schaffen und wird bei der diesjährigen transport logistic in München entsprechend offensiv vermarktet. Der Ennshafen wird dort in Kooperation mit der österreichischen Wasserstraßengesellschaft via donau und dem Hafen Linz auf einem Gemeinschaftsstand auftreten.
Für das vergangene Jahr zieht der Ennshafen-Geschäftsführer Mag. Christian Steindl nicht nur angesichts mehrerer Neuansiedlungen und Erweiterungen eine positive Bilanz: „Sehr erfreulich war die Entwicklung des Containerterminals. Trotz enormer Steigerungen in den letzten Jahren konnte 2008 nochmals eine Steigerung von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Im Detail wurden rund 191.000 TEU umgeschlagen, 12.000 mehr als in 2007. Die Funktion des Containerterminals als regionaler Exportmotor ist also voll aufgegangen“.
Beim Wasser/Land-Umschlag wurden mit 540.000 Tonnen die Erwartungen nicht erfüllt. Grund für den Rückgang sind vor allem externe Faktoren. Insbesondere der nautische Engpass zwischen Straubing und Vilshofen und Dumpingpreise im Lkw-Verkehr haben hier zu Verlagerungen auf die Straße geführt.
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