07.01.2010

Rotterdamer Hafen zeigt Erholung

Foto: Port of Rotterdam

Umschlag zieht wieder an

Insgesamt verzeichnete der Güterumschlag im Rotterdamer Hafen im vergangenen Jahr einen Rückgang auf 385 Mio. Tonnen. Im Vergleich zu 2008 sind dies 8,5 Prozent weniger. Während die Einfuhr um 13 Prozent auf 272 Mio. Tonnen sank, konnte die Ausfuhr einen Anstieg um 5 Prozent auf 113 Mio. Tonnen verzeichnen. Hans Smits, Generaldirektor der Hafengesellschaft Rotterdam: „In Anbetracht der Umstände können wir nicht unzufrieden sein. Nach der Talsohle im zweiten Quartal zieht der Umschlag jeden Monat ein Stück an, und nahezu alle Investitionsvorhaben laufen weiter. Rotterdam geht es zudem besser als den großen Wettbewerbern. Aber ich bin nicht unbesorgt. Viele unserer Kunden erleben schwierige Zeiten, und das wird 2010 nicht viel anders sein. Die beste Medizin dagegen ist Wachstum, unter anderem durch die Ausweitung unserer Marktanteile. Wir werden unsere aktive Geschäftspolitik denn auch weiterführen. Auch hierdurch hoffe ich, dass wir im nächsten Jahr wieder die 400-Millionen-Tonnen-Marke durchbrechen können. Das bedeutet: ein Wachstum beim Umschlag um gut drei Prozent.“

Das Massengut  verlor 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das Stückgut 9 Prozent. Agribulk (-22 Prozent), Erze und Schrott (-47 Prozent), Kohle (-12 Prozent), sonstiges Trockenmassengut (-13 Prozent), Rohöl (-6 Prozent), sonstiges Flüssigmassengut (-16 Prozent), RoRo (-11 Prozent), sonstiges Stückgut (-16 Prozent) und Container (-6 Prozent) wurden in geringerem Maße ein- und ausgeführt. Lediglich der Umschlag von Mineralölerzeugnissen entwickelte sich positiv (+23 Prozent), sogar mit dem bislang größten absoluten Anstieg, 13 Mio. Tonnen. Mit einem Gesamtrückgang um 8 Prozent auf 122 Mio. Tonnen erlebte der Stückgutsektor ein schlechtes Jahr. Dabei ist das Ergebnis gegenüber anderen Häfen, nach Angabe des Port of Rotterdam, recht gut. Dies gilt insbesondere für die Abfertigung von Containern, die mit einem Minus von 6 Prozent noch knapp über 100 Mio Tonnen blieben. Da weniger leere Container abgefertigt wurden, beträgt der Rückgang in Einheiten 10 Prozent, auf 9,8 Mio TEU. Rotterdam erzielte gute Ergebnisse im quantitativ größten Geschäftszweig, dem zwischen Europa und Asien. Reedereien legten Dienste zusammen und setzten die größtmöglichen Schiffe ein, um Kosten zu senken. Der Containerverkehr zwischen Europa, vor allem in Richtung größerer Ziele wie Großbritannien, Irland und Spanien, erlebte demnach jedoch einen beträchtlichen Schlag. Die Dienste in Richtung Nord- und Südamerika teilen das Leid. Das Baltikum, häufig Feeder-Verkehr in Verbindung mit den Asien-Diensten, erlebt jedoch Wachstum.

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