26.03.2010

Leistungen rund um die Box in Halle

Foto: Hafen Halle GmbH

Drehscheibe an der Saale

Vom ungenutzten Binnenhafen zu einem der leistungsfähigsten Container Terminal Mitteldeutschlands – beschreibt die Hafen Halle GmbH die eigene Entwicklung.

Die Gesellschaft betreibt als 100-Prozentige Tochter der Stadtwerke Halle GmbH am Standort Halle-Trotha den öffentlichen Binnenhafen Halle. Dabei liegt der Leistungsschwerpunkt auf dem Container Terminal Halle Saale, kurz CTHS. Insgesamt verfügt das Terminal über eine Zwischenabstellfläche für 1.650 TEU, darunter 200 TEU für Gefahrgutcontainer und 30 TEU Kühlcontainer. Auf zwei parallel führenden Verladegleisen mit einer Ganzzuglänge von 635m und drei Reachstackern werden Container, Tankcontainer, Wechselbrücken und Trailer umgeschlagen. Logistikmanagement, die Disposition sowie auch das Instandsetzen oder Reinigen von Containern ergänzen die Terminaldienstleistungen. Unter anderem mit regelmäßigen Containerganzzugverbindungen nach Hamburg und Bremerhaven wird von Halle aus die komplette Logistikkette für Export oder Import von Waren vom Versender zum Empfänger organisiert. 

Hinterland und eigene Lokomotiven

Als ein Beispiel hat die Weets-Gruppe eine Niederlassung in Halle an der Saale. Das mittelständische Logistikunternehmen mit Hauptsitz in Emden arbeitet mit einer breiten Dienstleistungspalette. Dazu zählen klassischen Speditionsleistungen, Lkw-Transporte mit Planen- und Containerzügen im nationalen und internationalen Verkehr. Dabei hat Weets mit Halle, Braunschweig, Kassel und Ingolstadt vier feste Anlaufpunkte bundesweit. Mit dem kombinierten Verkehr bietet der Hafen Halle eine umweltverträgliche Lösung geboten und die Transportsicherheit sowie Flexibilität der Güterverteilung erreicht. Das CTHS verfügt mit der Hafenbahn über einen eigenen Fuhrpark an Lokomotiven. Die Loks übernehmen Rangierleistungen innerhalb des Terminals oder realisieren die Zustellung oder Abholung von Ganzzügen. Mit zwei weiteren Großdiesellokomotiven engagiert sich der Hafen nun noch stärker auf der Schiene.

Die Neuen


Beide Lokomotiven stammen aus Serien, welche direkt an die Deutsche Reichsbahn geliefert wurden und sich dort schon bestens bewährten. Die „neue“ Lokomotive für den Hafen Halle wurde Ende 1966 bei der VEB Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg (LKM)gebaut und im März 1967 an die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert. Nun sind Verkehre vom und zum Containerterminal ihr Einsatzgebiet sowie auch Einsätze für Zugfahrten und Baustellenlogistik bei Fremdfirmen. Das Einsatzgebiet der Lok ist territorial unabhängig und soll in ganz Deutschland eingesetzt werden. Ebenfalls neu beim Hafen Halle ist das CTHS- Containerlexikon, mit Informationen zu Begriffen, Prozessen und Institutionen der Logistik.

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