HPA-Ausschreibung für Be- und Entgasungszentrum
Grünere Container-Behandlung
Seit dem 18.März 2010 ist für alle Mitgliedstaaten der EU die Anwendung des Begasungsmittels Brommethan verboten. Die zunehmend komplexen Behandlungsmethoden zur Be- und Entgasung, verzögern jedoch die Wege der Container. In Hamburg soll daher ein neues Be- und Entgasungszentrum helfen die Abläufe zu beschleunigen und die Umwelt zu schützen.
Weltweit soll nach dem Montrealer Protokoll der Gebrauch von Brommethan in nächster Zeit auslaufen - ausgenommen ist die Verwendung in Quarantäne – und Pre-shipment-Fällen. In Hamburg müssen bereits seit dem 1. März 2009 80 Prozent des Gases Brommethan, das sich nach Ende der Begasung im Container befindet, durch Abreinigungstechniken herausgefiltert werden.
Seit Mitte März ist nach der Verordnung (EG) 1005/2009 der Einsatz von Methylbromid z.B. für die Begasung grundsätzlich nicht mehr zulässig. Somit können Container, bei denen die eingesetzten Verpackungshölzer nicht den Vorschriften des ISPM Nr. 15 entsprechen, auch nicht mehr mit Methylbromid begast werden. Damit die internationalen Bestimmungen dennoch eingehalten werden können, ist der Einsatz von hitzebehandelten Verpackungshölzern zwingend erforderlich
Verzögerungen vermeiden
Die Standzeiten von Exportcontainern verlängern sich jedoch mit den zunehmend komplizierten Behandlungen und Abluftreinigungen. Auch Kontrollmessungen und Belüftungen von Importcontainern nehmen zu und beeinträchtigen die angestrebten kurzen Wege. Ein neues Be- und Entgasungszentrum wird daher ein bedeutender Beitrag sein, um die Abläufe bei der Containerbehandlung zu beschleunigen. Für die Errichtung eines zentralen Zentrums im Hamburger Hafen hat die Hamburger
Port Authority (HPA) eine ca. 3,5 ha große Fläche ausgeschrieben. Die Fläche liegt in Waltershof an der Dradenaustraße, in zentraler Lage zu den drei großen Containerterminals Burchardkai, Eurogate und Altenwerder.
Die Ausschreibung
Erstmalig wird eine Fläche zweckgebunden ausgeschrieben. Es soll ein Zentrum errichtet werden, das alle Dienstleistungen, die zur Behandlung von Containern erforderlich sind, anbietet. Das Spektrum soll sowohl die Behandlung von Waren und Containern für den Im- und Export, als auch die Containerkontrollmessungen auf Schadstoffe und Industriegase umfassen. Eine exklusive Bindung des Containerbehandlungszentrums an ein bestimmtes Unternehmen sieht die HPA nicht vor. Das Zentrum wird allen potenziellen Kunden zur Verfügung stehen. Neben der Zweckbindung sollen bei der Vergabe vor allem Umweltaspekte im Vordergrund stehen. Die HPA fördert nach eigenen Angaben nachhaltige Konzepte, die den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen Rechnung tragen und der Umwelt zu gute kommen.
Detailierte Informationen zur Ausschreibung und Teilnahmemöglichkeiten
gibt die HPA: Hamburg Port Authority Anstalt öffentlichen Rechts
20457 Hamburg; Telefon: 040/428 47-0
www.hamburg-port-authority.de
Weitere Artikel zum Thema HPA
Weitere Artikel zum Thema Umwelt
- Hapag-Lloyd hat die „Vienna Express“ übernommen
- Grüne Logistik im Blick
- Hamburg Messe und Congress setzen grünen Kurs
Archiv
Anmeldung
Achtung: Cookies müssen vom Browser beim Login akzeptiert werden.




