Erfolg Made in Austria
Der trimodale Containerterminal Ennshafen
Der junge Containerterminal im österreichischen Ennshafen boomt. Seit Inbetriebnahme Mitte 2004 konnte der Containerumschlag von 45.000 TEU auf 180.000 TEU (erwarteter Umschlag 2007) vervierfacht werden. Der trimodale Containerterminal Ennshafen (CTE) bietet regelmäßige Verbindungen nach Bremerhaven, Hamburg, Rotterdam, Duisburg, Budapest, St. Michael (Steiermark) und Wien. Hauptkunde am Containerterminal ist der Logistikdienstleister Kühne & Nagel, der sein Hauptquartier Seefracht für Südosteuropa seit Jahresbeginn in den Ennshafen verlegt hat.
Das Herzstück des Containerterminals bildet der 420 Tonnen schwere und 35 Meter hohe Containerbrückenkran, der seit 2005 in Betrieb ist. Mit einer Spannweite von 102 Meter und einer wasserseitigen Auskragung von 24 Metern kann der Brückenkran alle vier Ganzzugsgleise und zwei Schiffsbreiten entlang des 630 Meter langen Kais bedienen. Dadurch wird insbesondere ein ökonomischer Wasser/Land-Umschlag gewährleistet. Insgesamt bietet der CTE 5.500 TEU Stellplätze auf einer Fläche von 80.000 m2.
Bemerkenswert ist die Schieneninfrastruktur. Der Ennshafen ist Anschlussbahnbetreiber und liegt nur 1,5 Kilometer von der Westbahn entfernt. Eine automatisierte Schieneninfrastruktur wird durch eine Zielgleistastensteuerung mit Signalsicherung und Oberleitung gesteuert. Ein Streckenlokführer findet freien Zugang bis zum Zielgleis ohne kostspieligen Verschub mit einer Diesellok. Dies ist insbesondere für private Eisenbahnverkehrsunternehmen vorteilhaft.
In Zukunft möchte der Ennshafen die Möglichkeiten der Wasserstraße Donau in Richtung Südosteuropa verstärkt nutzen. Für die Containernachlaufverkehre vom Schwarzmeerhafen Constantza bietet die Donau neue Möglichkeiten. Der Ennshafen verfügt mit dem größten Containerbrückenkran an der oberen Donau über die optimale Infrastruktur für diese zukünftigen Verkehre.
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