01.09.2009

Entlastung von Lärmbrennpunkten

Foto: ADAC

Verkehrslärmschutzpaket II

Das Bundesverkehrsministerium hat das Nationale Verkehrslärmschutzprojekt II vorgestellt. Das Konzept zielt auf die Entlastung der Lärmbrennpunkte in ganz Deutschland. Die Sanierung von Autobahnen und Bundesstraßen ist ein Schwerpunkt.

Mit einer Investition von 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 soll der Lärm um drei Dezibel herabgesetzt werden. Auch die Hersteller sind gefordert. So sollen die Fahrzeuge leiser werden und laut Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee sollen die Geräuschgrenzwerte bei Reifen verschärft werden. Der Lärm von nächtlichem Güterverkehr soll ebenfalls in den nächsten Jahren verringert werden. Dicht an Gleisen sind hierfür neue Lärmschutzmaßnahmen geplant. Für mehr als 40 Lärmschutzprojekte sind 100 Mio. Euro vorgesehen, die in Kürze starten sollen. Ein lärmabhängiges Trassensystem für Güterzüge ist bis 2013 geplant und belohnt Unternehmen, die leiser auf der Schiene unterwegs sind. "Wer veraltete, quietschende Loks und Waggons einsetzt, wird stärker zu Kasse gebeten", erklärt Tiefensee das System. Auch für die Binnenschifffahrt und den Flugverkehr sind Maßnahmen geplant. In Deutschland leiden gut 15 Millionen Anwohner unter vielbefahrene Straßen, Flughäfen und Bahntrassen, was bei ihnen mit einem erhöhten Blutdruck und dadurch auch mit einem gesteigerten Herzinfarktrisiko einhergeht.

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