04.11.2009

KoKoBahn geht ins Rennen

Foto: dbh Logistics IT AG

Bahn frei für Förderung

Transportaufträge, Zollanmeldungen, Zuginformationen und Stellplatzmeldungen von Containern und Trailern – das sind nur einige Daten, die in den deutschen Seehäfen abgefragt, geprüft, weitergeleitet und von vielen Beteiligten genutzt werden. Leider nicht einheitlich. Steigende Umschlagzahlen, sowie zunehmend komplexere Prozesse im Bereich der schienengebundenen Verkehre aller deutschen Seehäfen haben die dbh Logistics IT AG und die Travemünder Datenverbund GmbH dazu veranlasst, gemeinsam ein Forschungsprojekt umzusetzen: KoKoBahn.
Das Ziel des Projektes ist eine einheitliche Koordinations- und Kommunikationsplattform für einen vereinfachten und kostengünstigen Datenaustausch zwischen den am Schienenverkehr beteiligten Unternehmen.

KoKoBahn ist damit das erste Projekt, mit dem nach Kenntnisstand der Projektpartner Ost- und Nordseehäfen gemeinsam angesprochen werden. Die hafenübergreifende Plattform soll erstmals einen standardisierten Datenaustausch zwischen Operateuren, Verkaufsgesellschaften, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Umschlagbetrieben ermöglichen. Als Verteilungs- und Übersetzungsprogramm wird KoKoBahn sozusagen zukünftig
zwischen den verschiedenen Seehäfen und unterschiedlichen Systemen vermitteln. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Projekt wird die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure vereinfachen und durch Standardisierungen kostengünstiger gestalten. Ein erster Meilenstein ist mit der Entwicklung eines Demonstrators, der die Funktions- und Arbeitsweise der Plattform plastisch darstellt, bereits realisiert. Weiterer wichtiger Schritt in Zielrichtung ist ein Workshop mit Partnern des Projektes, der am 05.11.2009 in Oldenburg stattfindet. Das Projektteam wird von sechs verschiedenen Unternehmen und Institutionen als assoziierte Partner von Beginn an begleitet und unterstützt:
Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH, Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Hamburg Port Authority, Der Senator für Wirtschaft und Häfen Bremen, DB Schenker Rail Deutschland AG und die TFG Transfracht Internationale Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH & Co. KG. Bis 2013 soll das Projekt abgeschlossen sein und für die Anbindung aller deutschen Häfen
bereitstehen.

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