HHLA und Gottwald setzen auf batteriebetriebenen Containerumschlag
Null Abgas für den Hafen
Umschlag. Das erste AGV (Automated Guided Vehicle) mit Batterieantrieb soll künftig Container auf dem HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) transportieren. Die HHLA und Kranhersteller Gottwald unterzeichneten Anfang Juni eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung entsprechender Fahrzeuge.
Der Test eines Technologieträgerfahrzeuges auf dem CTA soll in Kürze beginnen. Die beiden Unternehmen wollen damit nach eigenem Bekunden einen Beitrag für den nachhaltigen Umweltschutz in stadtnahen Hafenterminals leisten. Um den aktuellen und zukünftigen Umweltanforderungen Rechnung zu tragen, peilen sie beim Einsatz von Umschlaggeräten das Ziel „Null Abgas“ für den Hafen an.
„Vor dem Hintergrund des wachsenden Umweltbewusstseins in Gesellschaft, Politik und Industrie sind wir als Terminalbetreiber besonders gefordert, unsere Anlagen nachhaltig auszurichten und verstärkt in abgasfreie Tecnologien zu investieren. Darüber hinaus ist es angesichts der langfristig abzusehenden steigenden Kraftstoffkosten auch aus ökonomischen Gründen wichtig, hocheffiziente sowie verbrauchsarme Technologien einzusetzen“, sagt Kapitän Heinrich Goller, Geschäftsführer der HHLA Container Terminals GmbH.
Dr. Mathias Dobner, Chief Operating Officer und Chief Technical Officer von Gottwald, führt zur jüngsten Entwicklungspartnerschaft von Gottwald und HHLA aus: „Das Batterie AGV ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung von Umschlaggeräten der so genannten ‚Gottwald Green Range’. Damit gehen wir die Implementierung emissionsfreier sowie verbrauchsarmer und damit umweltgerechter Technologien gezielt an.“
Für den Testbetrieb wurde ein umgebautes diesel-elektrisches AGV der HHLA in den zurückliegenden Monaten auf Batteriebetrieb umgerüstet und auf dem Gottwald Versuchsgelände umfangreichen Tests unterzogen. „Damit gewinnen wir wichtige Erkenntnisse mit Blick auf die zu erwartenden geringeren Lärmemissionen, die Batterie-standzeit und die AGV Steuerung. Im nächsten Schritt werden wir uns dem Batterielademanagement, der späteren Batteriewechselstation und dem eigentlichen automatisierten Wechselprozess zuwenden “, erläutert Dr. Mathias Dobner den Entwicklungsprozess.
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