15.06.2007

Barge-Handler von SMV am Küstenkanal

Containerentladung mit dem SC 4545 TA3 von SMV Konecranes

Schwergewicht für den Containerumschlag

Besondere Anforderungen erfordern besonderes Gerät! Die Containerentladung von Binnenschiffen mit Hilfe eines Reachstackers ist zweifellos eine ganz besondere Anforderung. Das Gerät muss mit seinem Spreader eine Position auch unterhalb seines eigenen Standniveaus erreichen können und sozusagen aus dem Kreuz heraus auch schwere Container aus dem Binnenschiffsbauch stemmen. Genau für diese Aufgabe hat SMV Konecranes den SC 4545 TA3 entwickelt.

Besondere Anforderungen erfordern besonderes Gerät! Die Containerentladung von Binnenschiffen mit Hilfe eines Reachstackers ist zweifellos eine ganz besondere Anforderung. Das Gerät muss mit seinem Spreader eine Position auch unterhalb seines eigenen Standniveaus erreichen können und sozusagen aus dem Kreuz heraus auch schwere Container aus dem Binnenschiffsbauch stemmen. Genau für diese Aufgabe hat SMV Konecranes den SC 4545 TA3 entwickelt. Markanteste Unterschiede zum einem konventionellen Reachstacker ist der um 90 Grad abgewinkelte Teleskopausleger und der deutlich längerer Radstand. Beide Merkmale qualifizieren das Gerät für die Be- und Entladung von Binnenschiffen. Durch den abgewinkelten Teleskopausleger ist es möglich, Container zu greifen, die sich rund drei Meter unterhalb des Bodens befinden. Der Griff in den Binnenschiffsbauch ist damit kein Problem. Das erfordert allerdings ein Höchstmass an Standfestigkeit. Auch die bringt der SC 4545 TA3 mit. Der Radstand beträgt 9 Meter, die Breite 4,60 und das Eigengewicht beträgt immerhin 104 t. Viel Masse und viel Fläche, beides sorgt dafür, dass das Gerät nicht aus der Ruhe zu bringen ist. 29 Tonnen in der 3. Reihe Das spiegelt sich auch in den Leistungscharakteristika des Gerätes wieder. In der ersten Reihe können Container mit einem Gewicht von bis zu 45 t gestemmt werden. In der zweiten Reihe werden immerhin noch 37 t und in der dritten Reihe maximal 29 t gehoben. Probleme bei der Entladung eines Binnenschiffes mit einer Kapazität von 50 bis 54 Container wird es damit nicht geben. Für Power sorgt ein 12-Liter-DSI-Motor von Scania. Auch in Sachen Sicherheitstechnik hat der Barge-Handler einiges z bieten. Eine Besonderheit stellt das Sicherheitssystem dar: Ein Laserentfernungsmesser erleichtert dem Fahrer, den erforderlichen Abstand zur Kaimauer zu halten. Außerdem sorgen drei Kameras am Spreader sowie am Kontergewicht für die nötige Rundumsicht, die aufgrund der puren Größe durch Spiegel allein nicht gegeben ist. Das erste Gerät dieser Art ist bereits seit 1999 im Dörpener Hafen im Einsatz. Die Erfahrungen, die man dort mit dem Gerät gemacht hat, sind durchweg positiv. Ideales Einstiegsgerät Für den Prokuristen der Dörpener Umschlagsgesellschaft für den kombinierten Verkehr DUK, Aloys Terhorst ist der SC 4545 TA 3 „das ideale Einsteigergerät” und damit auch das ideale Gerät für den gerade entstandenen Rhenus c-Port in Sedelsberg. Bislang wurden auf dem gerade fertiggestellten Areal direkt am stark frequentierten Küstenkanal vor allem Baustoffe wie Sand, Kies und Granulat sowie Holzhackschnitzel umgeschlagen. Mitte des Jahres soll an dem Standort auch der Containerumschlag beginnen. In diesem Jahr wird ein Gesamtumschlag von 100.000 t angepeilt. Werner Schröter, Niederlassungsleiter von Rhenus Logistics in Leer und zugleich Geschäftsführer der c-Port-Betreibergesellschaft in Sedelsberg sieht in dem Standort erhebliches Zukunftspotenzial: „Wir rechnen mit jährlichen Steigerungsraten im zweistelligen Bereich und wollen in einigen Jahren eine halbe Millionen Tonnen in Sedelsberg umschlagen.” Die Voraussetzungen dafür sind gut. Standort mit Zukunftspotenzial Binnenschiffe, die Container aus Bremerhaven, Emden oder demnächst auch aus Wilhemlmshafen erreichen den Hafen am Küstenkanal zwischen Papenburg und Oldenburg innerhalb eines Tages. Zudem ist der Hafen direkt am Schnittpunkt der Bundesstraßen 401 und 72 verkehrsmäßig sehr gut angeschlossen. Ideale Standortbedingungen für Seehafen-Hinterlandverkehre. Der neue Barge-Handler spielt in dem Umschlagkonzept eine zentrale Rolle. Das Gerät ist deutlich günstiger als ein stationärer Kran. Sollte der Containerumschlag in Sedelsberg Dimensionen annehmen, die jetzt noch nicht absehbar sind, kann das Umschlagequipment immer noch mitwachsen. Ein weiterer Grund für die Investitionsentscheidung zugunsten des SC 4545 TA3 war die Tatsache einer vergleichsweise kurzfristigen Lieferung. Von der Bestellung bis zur Auslieferungen sind gerade mal 6 Monate ins Land gegangen. Ein Zeitraum, der bei der Realisierung eines stationären Krans, deutlich länger gewesen wäre. Full-Service durch Willenbrock Geliefert wurde das Gerät über die Bremer Firma Willenbrock Fördertechnik. Von dort aus wird auch für Service und Wartung des Giganten gesorgt. Das die Betreibergesellschaft über keine eigene Werkstatt vor Ort verfügt, hat an sich für einen Full-Service-Vertrag entschlossen. Mit Problemen rechnet C-Port-Sedelsbur-Geschäftsführer Schröter nicht: „Das Gerät unserer Dörpener Kollen läuft seit acht Jahren ohne nennenswerte Störungen”. Sollte es doch zu Betriebsstörungen kommen, sind die Willenbrock-Serviceprofis umgehend zur Stelle. Die haben bereits bei der Montage des Umschlagriesen Hand angelegt. „Aufgrund der ungewöhnlichen Größe haben wir das Gerät in Einzelteilen nach Deutschland gebracht und vor Ort zusammengebaut“, sagt Jens-Uwe Meier, Verantwortlicher für Großgeräte bei Willenbrock.

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