31.08.2007

Finnisches Vorzeigemodell

Der neue Containerkran erhöht die Lagerkapazität in Linz um 1.000 TEU

Linz AG mit neuem Kalmar Containerkran

Das Kombiverkehrszentrum im Linzer Hafen weist kontinuierliche Steigerungen auf. So wurden im Geschäftsjahr 2005/06 insgesamt 194.400 TEU umgeschlagen. Um trotz der steigenden Beschäftigung Engpässe in der Lagerkapazität zu vermeiden, investierte Hafenbetreiber Linz AG rund zwei Millionen Euro in einen modernen Containerkran, der Ende 2006 in Betrieb genommen wurde.

Mit dem Einsatz des neuen Krans geht eine Erhöhung des Lagervolumens von 2.500 TEU auf 3.500 TEU einher, was einer Steigerung um 40 Prozent entspricht. 3.500 TEU ergeben aneinander gereiht eine Strecke von über 21 Kilometern. Übereinander gestapelt wären die Container rund 9.000 Meter hoch, also höher als der Mount Everest.
Im 300 Meter langen Arbeitsbereich des neuen Krans können neun Container-Lagerspuren und eine Lkw-Spur geländesparend angeordnet werden. Durch den direkten Zugriff von oben wird Platz für zusätzlich rund 1.000 TEU gewonnen.

Der neue Containerkran arbeitet dieselelektrisch, erzeugt also den notwendigen Strom für den Eigenverbrauch mittels eigenem Dieselgenerator. Gleichzeitig mit der Inbetriebnahme des neuen Krans wurde in seinem Arbeitsbereich eine elektronische Stellplatzverwaltung eingeführt. Über ein satellitengestütztes Navigationssystem (GPS) kann der mit acht Gummiluftreifen ausgestattete High-Tech-Kran direkt zugreifen. Das spart Zeit und Wege und ermöglicht so kürzere Umschlagszeiten.

Der riesige rote Containerkran mit einer Höhe von 27 Metern und einer Gesamtbreite von rund 35 Metern stammt vom finnischen Hersteller Kalmar und ist der erste seiner Art im deutschsprachigen Raum. Bei einem Eigengewicht von 152 Tonnen verfügt er über eine Hubkraft von 40 Tonnen und eine Stapelhöhe von fünf Containern.

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