31.10.2007

Viva Colonia

Aufsteiger im ARA-Hinterland: Der intermodale Hafen Köln-Niehl

Containerverkehr in den Kölner Häfen

Die vier öffentlichen Rheinhäfen der Hafengesellschaft Köln (HGK) erreichten 2006 einen Güterumschlag von rund 10,7 Mio. t. Die HGK verfügt über eine Vielzahl besonderer
Umschlageinrichtungen, von Trockenumschlag- über RoRo-Anlagen sowie drei
Container-Terminals bis hin zu Rohrleitungssystemen für Mineralöl und chemische Flüssigprodukte.

Trimodale Verkehrssysteme mit den Verkehrsträgern Schiene, Wasser, Straße ermöglichen eine umfassende und preiswerte Verkehrsanbindung. Die HGK bedient die vorhandenen Umschlagplätze und führt in Kooperation mit dem Terminalbetreiber CTS die komplette Ablauforganisation für den Umschlag und Transport von Containern und Wechselbrücken durch. Mit den Standorten Bergisch-Gladbach, Hürth und Düren sind drei KLV-Satellitenterminals durch tägliche Shuttlezüge mit den Terminals in Köln-Niehl Hafen verbunden.

Anfang 1997 nahm die HGK im Hafen Köln-Niehl das Terminal Westkai als zweites Terminal des Kombinierten Verkehrs in Betrieb. Angesichts des gestiegenen Containerverkehrs vergrößerte die HGK 1999 die Kapazität in diesem Terminal mit einer neuen Kranbrücke und einer zusätzlichen Betriebsfläche auf etwa 26.500 m2. Dort werden neben Containern überwiegend Wechselbrücken umgeschlagen. Ausgestattet mit drei Gleisen von rund 700 m Länge können dort Containerzüge mit maximaler Kapazität umgeschlagen werden.

Ende 2000 wurde auch das bereits seit 1971 im Hafen Köln-Niehl existierende CTS
KLV-Terminal Stapelkai vergrößert. Durch die Inbetriebnahme von rund 17.000 m2 zusätzlicher Betriebsfläche und einer weiteren Containerbrücke, die eine Auslage über Wasser von 36 m hat und 2 nebeneinander liegende Container-Binnenschiffe der neuesten Generation gleichzeitig bedienen kann, wurde die Kapazität erheblich erweitert. So konnte die HGK im Jahre 2006 das Umschlagaufkommen im Kombinierten Verkehr auf über 500.000 TEU steigern. Zusätzlich wurden vier Reachstacker angeschafft.

In den vergangenen Jahren hat sich die HGK außerdem an drei KLVSatellitenterminals in der Region beteiligt. Dabei handelt es sich um die KLVTerminals der BGE Eisenbahn Güterverkehr Gesellschaft in Bergisch-Gladbach und Düren, über die vor allem Rohstoffe und Fertigerzeugnisse der ansässigen Papierindustrie transportiert werden und das Terminal der KCG Knapsack Cargo GmbH im Chemiepark Knapsack in Hürth. Auch dieses Terminal wird täglich mit einem Shuttle-Zug bedient.

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