Ökoprimus Binnenschiff
Klimagipfel der Logistik in Berlin
Im ökologischen Vergleich der Verkehrsträger Fernstraße, Schiene und Wasserstraße belegt die Binnenschifffahrt nach wie vor die Spitzenposition. Dort werden die größten Ladungsmengen bei den vergleichsweise geringsten betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten befördert. Auch in Bereichen wie Transport- und Unfallsicherheit sowie Verkehrslärm bereitet die Binnenschifffahrt mit Abstand die geringsten Probleme. Darauf wies Dr. Gunther Jaegers, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB) im Beisein von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf dem Klimagipfel der Logistik in Berlin hin.
Anders als in der Seeschifffahrt kommt in der Binnenschifffahrt heute ausschließlich Heizöl zum Einsatz, wie es auch im Privathaushalt verwendet wird. Kurzfristig soll die Treibstoffversorgung auf schwefelfreien Diesel in Tankstellenqualität umgestellt. In Praxisversuchen wird darüber hinaus der serienreife Einsatz von Partikelfiltern erprobt. Maßnahmen werden auch im Bereich der Transportsicherheit ergriffen: Die Tankschifffahrtsflotte wird bis Ende 2018 durch Umstellung von Einhüllen- auf Doppelhüllenschiffe erneuert.
Jaegers forderte, dass dem ökologischen Potenzial der Binnenschifffahrt auch bei der Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen entsprechend Rechnung getragen werden müsse. Moderne flussbauliche Maßnahmen mit Uferrenaturierungen und ökologischem Ausgleich böten wie bei keinem anderen Verkehrsträger die Chance, ökologisch verantwortbare und zugleich leistungsfähige und kostengünstige Transportwege zu schaffen. „Die Politik ist gefordert, die notwendigen Entscheidungen zur Anpassung der Wasserinfrastruktur zu treffen“, so Jaegers.
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