Projekte zur Ausbildung
Binnenschifffahrt will künftigem Personalmangel vorbeugen
Die Ausbildung in der Binnenschifffahrt war das Kernthema auf der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes der deutschen Binnenschifffahrt Ende November in Duisburg. Der wiedergewählte AdB-Präsident, Dr. Wolfgang Hönemann informierte unter anderem über den Anstieg der Ausbildungsverhältnisse in der Branche.
„Die Unterstützung der Bundesregierung in Höhe von 2,5 Mio. Euro spielt neben dem erfreulichen Engagement des Gewerbes selbst eine fundamentale Rolle bei der Förderung des Nachwuchses an Bord.“, so der Präsident des AdB, in dessen Trägerschaft auch das „Schulschiff Rhein“ in Duisburg-Homberg liegt.
Um einem künftig drohenden Personalmangel schon jetzt zu begegnen, möchte sich der AdB unter Federführung seines Geschäftsführers Jörg Rusche als Teil eines internationalen Konsortiums zusammen mit dem BDB bei der Umsetzung des EU-Programms NAIADES im Bereich der Aus- und Fortbildung der Schiffsbesatzungen engagieren.
Ziel des auf vier Jahre angelegten „Platina-Projektes“ ist die Harmonisierung beruflicher Qualifikationen im Binnenschifffahrtssektor. Platina ist die Abkürzung für „Platform for the Implementation of NAIADES“. Dabei soll neben einem paneuropäischen Binnenschifffahrts-Ausbildungsnetzwerk eine Initiative zur Förderung des lebenslangen Lernens und eine Rekrutierungskampagne entwickelt werden.
„Die Schaffung länderübergreifender Standards wird mit fortschreitender Integration der europäischen Arbeitsmärkte immer wichtiger, um eine uneingeschränkte Mobilität des Personals und die Attraktivität des Berufs zu gewährleisten. Daher begrüßen wir Platina als einen weiteren notwendigen Schritt zur Vereinheitlichung der Reglementierungen auf europäischen Binnenwasserstraßen“, so Hönemann.
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