Moderner Windjammer
Beluga stellt erstes Frachtschiff mit Zugdrachenantrieb in Dienst
Mit dem MS „Beluga Sky Sails“ wurde Mitte Dezember in Hamburg das erste Frachtschiff getauft, das über einen Zugdrachen als Zusatzantrieb verfügt. Taufpatin war die Gattin des Bundespräsidenten, Eva Luise Köhler. Die Jungfernfahrt des neuen Frachters führt von Bremen nach Venezuela.
Die Nutzung der Windenergie durch den Einsatz des Zugdrachens ermöglicht es, die Hauptmaschine zu entlasten – mit zehn bis 15 Prozent weniger Treibstoffverbrauch rechnet Eigentümer Beluga Shipping in der ersten Phase des Betriebs. Das MS „Beluga SkySails“ ist dazu mit einem 160 m² großen Zugdrachen (Kite) ausgestattet.
Innerhalb des kommenden Jahres soll das Segel auf 320 m² weiter nach oben skaliert werden, um die Effizienz auf hoher See zu steigern. Dann soll ein Einsparpotenzial von 20 bis 30 Prozent erreicht werden. Die Bremer Reederei kalkuliert zunächst mit einer Senkung der vorhandenen Bunkerkosten für Schiffsdiesel im unteren vierstelligen US-Dollar-Bereich pro Einsatztag des Zugdrachensystems.
Bei zwei größeren Beluga-Frachtern, die derzeit in Bau befindlich sind, sollen Kites mit bis zu 600 m² Segelfläche zum Einsatz kommen. Daraus ließen sich nach Angaben der Reederei Treibstoffeinsparungen in einer Größenordnung von täglich bis zu zehn Tonnen, gleichbedeutend einer Reduktion der Schiffsreisekosten um gut 6.000 US-Dollar antizipieren.
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