Binnenschifffahrt im Osten gestärkt
Grünes Licht für Neubau in Niederfinow
Der Bundesverband der deutschen Binnenschifffahrt hat die Entscheidung von Bundesverkehrsminister Tiefensee zum Neubau des Schiffshebewerkes Niederfinow ausdrücklich begrüßt. Tiefensee hatte letzte Woche grünes Licht für den Neubau gegeben. Durch den Ersatz für das alte Schiffshebewerk, dem Experten nur noch eine Restnutzungsdauer bis 2025 prognostizieren, werden künftig 115 m lange und 11,45 m breite Fahrzeuge sowie noch leistungsfähigere Schubverbände über die Havel-Oder-Wasserstraße verkehren können. Geplante zusätzliche Maßnahmen an den Brücken und der Kanalstrecke machen insbesondere auch den Containertransport zwischen Berlin und den nahen Ostsee- und Oderhäfen wirtschaftlich.
„Nach der Enttäuschung, die der Entwurf zum Masterplan für Güterverkehr und Logistik vor zwei Wochen im Binnenschifffahrtsgewerbe ausgelöst hat, sehen wir die Entscheidung für den bedarfsgerechten Neubau des Schiffshebewerks Niederfinow als positives Signal für die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Stärkung der Binnenschifffahrt durch die deutsche Verkehrspolitik“, betont Dr. Gunther Jaegers, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB).
Das Schiffshebewerk Niederfinow am Oder-Havel-Kanal wurde 1934 in Betrieb genommen und ist damit das damit das älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands. Am Nordrand des Eberswalder Urstromtals überwindet das technische Bauwerk einen Höhenunterschied von 36 Metern. Heute ist das Schiffshebewerk für Schubverbände zu kurz, so dass die Einheiten getrennt werden müssen. Mit jährlich rund 11.000 Schiffen ist das Industriedenkmal heute zudem an seiner Kapazitätsgrenze angelangt.
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