Die Kolosse von Rostock
Liebherr-Hafenkrane mit der MS "Beluga Resolution" nach Syrien verschifft
Einen neuen Rekord beim Beladen von zwei Liebherr-Hafenkranen stellte Beluga im Rostocker Hafen auf: Innerhalb von nur vier Stunden schafften es Mannschaft und Supercargos, die beiden Großgeräte an Bord zu heben. Zeitaufwändiger gestaltete sich das anschließende Sichern und Befestigen der überdimensionalen Ladung an Deck. So benötigten die Befrachtungsingenieure insgesamt 20 Stunden, die 150 Lashings pro Kran zu setzen. Bei einem Gewicht von 258 t und einer Höhe von 39 m verständlicherweise unbedingt notwendig, schließlich sollten weder Böen noch hohe Wellen die kostbaren Güter einen Millimeter bewegen können.
Die Reise von Rostock zur syrischen Küste dauerte 20 Tage. Darin eingeschlossen war ein Umweg über Dänemark und den Skagerrak, weil das MS "Beluga Resolution" mit seiner weit aufragenden Ladung nicht durch den Nord-Ostsee-Kanal fahren konnte. Die zulässige Maximalhöhe liegt in diesem Gewässer bei 40 Metern über der Wasseroberfläche. Genug für Kreuzfahrtschiffe wie das MS "Norwegian Dream", zu wenig für den 2005 gefertigten Mehrzweck-Schwergutfrachter und die beiden sich zum Himmel emporreckenden Liebherr-Krane.
Nach dem Passieren der Nordsee und des Golfs von Biscaya führte der Weg von Kapitän Christoph Buck und seiner Crew durch das Mittelmeer vorbei an Zypern bis zur levantinischen Küste. In Tartous schließlich, dem einzigen Hafen Syriens, wurde die Ladung gelöscht, wieder mit dem Bord-Krangeschirr des MS "Beluga Resolution". Nach Aussagen der Bremer Reederei ein Leichtes für die leistungsfähigen Anlagen aus dem Hause NMF, deren kombinierte Maximalbelastung bei 500 t liegt - doppelt so hoch wie für diesen Auftrag notwendig.
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