28.05.2008

Weniger Verschmutzungen durch saubere Schiffsmotoren

Staatssekretärin Roth:"Wir brauchen weltweit verbindliche Regeln zur Senkung der Treibhausgase in der Seeschifffahrt"

Meereskonferenz in Hamburg

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverkehrsminister, Karin Roth, hat gestern das 18. Meeres-Umwelt-Symposium in Hamburg eröffnet. Thema: Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Seeschifffahrt. Roth hob dabei die aktive Rolle Deutschlands bei der Einführung umweltfreundlicher Treibstoffe in der Seeschifffahrt hervor.

"Wir müssen uns in den kommenden Jahren auf eine deutliche Zunahme des Schiffsverkehrs einrichten", betonte Roth. "Damit sind auch neue Belastungen für Umwelt und Klima verbunden. Das Bundesverkehrsministerium betreibt und unterstützt die Forschung, die sich mit den Folgen des Klimawandels auf den Schiffsverkehr beschäftigt. Änderungen von Seegang oder Stürmen, der Eisbedeckung oder der Meeresströmungen erfordern womöglich ein neues Schiffsdesign, neue Techniken oder veränderte Anforderungen an Routenplanung und Informationen.

"Wir brauchen weltweit verbindliche Regeln zur Senkung der Treibhausgase in der Seeschifffahrt", sagte Roth. "Ab 2020 sollen Seeschiffe mit Treibstoffen fahren, die höchstens 0,5 Prozent Schwefel enthalten. Umweltschädliche Schweröle werden dann weitgehend verbannt sein. Schiffe auf Nord- und Ostsee werden bereits ab 2015 nur noch mit maximal 0,1 Prozent Schwefel im Treibstoff fahren dürfen. Das ist ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Meerespolitik. Auf europäischer und internationaler Ebene sollen daher die gleichen verschärften Regelungen angestrebt werden, insbesondere für das Mittelmeer und das Schwarze Meer."

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