Eingebaute Reserven
Antwerpens Hafen sieht sich für die Zukunft gewappnet
Wie in allen anderen Häfen sind auch in Belgiens führendem Seehafen Antwerpen die größten Zuwachsraten im Containerbereich zu finden. 2007 betrug der Anstieg stolze 16 Prozent auf insgesamt rund 8 Mio. TEU. Im Schnitt liegen die jährlichen Steigerungsraten bei zehn Prozent.
Kapazitätsreserven für die Zukunft bietet die in diesem Frühjahr endgültig fertiggestellte Containerumschlaganlage Deurganckdock, ein riesiges Hafenbecken vor den Schleusen, an dem vor drei Jahren die ersten Schiffe angelegt haben. Für das laufende Jahr rechnen die Verantwortlichen des Antwerpener Hafens dort bereits mit einem Umschlagvolumen von 1,8 Mio. TEU.
Mit der Fertistellung aller Terminals, die derzeit von den Betreiberfirmen umfassend erweitert werden, wird ein jährlicher Umschlag von 7 Mio. TEU erwartet. Damit soll sich die jährliche Containerkapazität in Antwerpen auf insgesamt 14 Mio. TEU erhöhen. Dank des Deurganckdocks ist Antwerpen nach eigenen Angaben derzeit der einzige europäische Hafen (neben Le Havre), in dem es freie Kapazitäten für den Containerumschlag und keine Staus für die Seeschiffe gibt
Die Zugänglichkeit des Antwerpener Hafens ist letztlich abhängig von den natürlichen Gegebenheiten der Schelde. Um einen sicheren Zugang zum Hafen zu gewährleisten und gleichzeitig den neuesten Entwicklungen im internationalen Schifffsverkehr Rechnung zu tragen, begann im Dezember 2007 die Vertiefung der Westerschelde auf belgischer Seite.
Auf niederländischem Gebiet sollen Ende diesen Jahres die Vertiefungsarbeiten beginnen. Mit dem Ende der Ausbaggerungsarbeiten wird für Ende 2009 gerechnet. Schiffe mit einem Tiefgang bis 13,50 m (durchschnittliches Niedrigwasser) können dann die Schelde tidenunabhängig befahren.
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