30.04.2009

Zellstoff Stendal Transport setzt auf Schiffe der DBR

Nachhaltige Alternative

Binnenschifffahrt. In Arneburg bei Stendal hat die Zellstoff Stendal Transport GmbH (ZST) jetzt die 50.000te Tonne Zellstoff auf einen Schiffsverband der Deutschen Binnenreederei AG (DBR) verladen. Die Fracht ging anschließend in Richtung Hamburg. Bis Ende des Jahres wollen beide Partner 100.000 Tonnen des Exportschlagers auf dem Wasserweg zum Hamburger Hafen transportieren.

Das seinerzeit im Sog der Gründung des Logistikbeirates Sachsen-Anhalt initiierte Transportprojekt startete bereits im August 2007 mit einer erfolgreichen Testphase. Die Logistiktochter eines der weltweit größten Zellstoffproduzenten und die größte Binnenreederei auf der Elbe feiern damit den ersten Meilenstein ihrer Zusammenarbeit.

"Es sind Köpfe, die Lasten bewegen", sagt dazu Andreas Josefowicz, Geschäftsführer der ZST, und spielt neben den zweifelsohne vorhandenen ökologischen Vorteilen vor allem auf den wirtschaftlichen Erfolg der Beförderungsvariante an. "Durch den Transport auf dem Wasserweg, der sich uns bei der direkten Lage an der Elbe geradezu aufgedrängt hat, sparen wir auf diesem Teil der Strecke erhebliche Kosten ein gegenüber der Beförderung mit anderen Verkehrsmitteln. Das motiviert natürlich ganz ungemein, denn es stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit."

Auch für die Zukunft hat Josefowicz Pläne: "Um die Paarigkeit der Verbindung zu erhöhen, sind wir im Moment dabei, diesen Vorteil auch anderen Unternehmen zu vermitteln. Gerade auf der Rückfahrt von Hamburg nach Magdeburg könnten wir noch Zuladung aufnehmen."
Dr. Dietmar Rehmann, Generalbevollmächtigter der DBR für den Container- und Schwergutverkehr sowie Geschäftsführer der Odra Rhein Lloyd GmbH, ergänzt: "Wir haben einmal mehr bewiesen, dass Binnenschiffe eine nachhaltige Alternative sind. Gerade bei Stück- und Massengütern im gebrochenen Lang- und Mittelstreckentransport ist der Einsatz unserer flexiblen Schubleichtersysteme oft sehr lohnenswert für den Kunden. Außerdem zeigt das Beispiel Zellstoff einmal mehr, welches logistische Potenzial die Elbe besitzt. Die Politik kann es sich im Sinne aller Beteiligten nicht länger erlauben, diese leistungsfähige Verkehrsader als Papiertiger zu behandeln."

Inzwischen sind die entsprechenden Schiffsverbände der DBR regelmäßig jede Woche unterwegs nach Hamburg. Von dort aus gehen sie weiter nach Übersee.

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