Kühl-Logistik im RoRo-Verkehr erfordert spezielle Trailer
Robustes Equipment ist Pflicht
Kühltransporte. Die Logistiknetze über die Ostsee sind dicht geknüpft! Eine der zentralen Drehscheiben im Ostseeverkehr ist der Hafen Travemünde. Vom Skandinavienkai aus gibt es wöchentlich rund 80 Abfahrten zu allen großen Ostseehäfen etwa in Schweden, Finnland, Russland und den baltischen Staaten. Transportiert wird auf den RoRo-Frachtfähren nahezu alles. Stückgut, Holz, Papier oder Lebensmittel. Für den Transport von Lebensmittel gelten bekanntlich besondere Anforderungen, vor allem wenn es sich um temperaturgeführte Transporte handelt.
Auch deren Zahl wächst auf den Frachtfähren kontinuierlich.
Für Kühltrailer stehen auf den Schiffen spezielle Stellplätze mit Netzanschluss zur Verfügung, um die Kühlung unabhängig von den dieselbetrieben Kühlaggregaten zu gewährleisten. Die Zahl dieser speziellen Stellplätze ist allerdings begrenzt. So stehen auf den Frachtfähren der TT-Line rund 40 Stellplätze für Kühltrailer bereit. Das ist gut ein Viertel der Gesamtkapazität. Die Plätze sind im Regelfall schnell ausgebucht und müssen von den Kunden im Vorfeld angemeldet werden.
Wer Kühltrailer auf RoRo-Schiffen transportieren will, muss darüber hinaus für geeignetes Equipment sorgen. Wichtigste Voraussetzung: Die Trailer müssen über geeignete Lash-Möglichkeiten verfügen. Unbegleitete Trailer, und die machen den Großteil der transportierten Trailer aus, werden auf den Schiffen grundsätzlich verlascht.
Viele Hersteller bieten spezielle Ferry-Varianten ihrer Trailer an, die besonders robust ausgeführt sind. Nur so können die vergleichsweise empfindlichen Kühlboxen den nicht gerade zimperlichen Umgang beim Be- und Entladen oder bei rauer See schadlos überstehen.
Weitere Artikel zum Thema RoRo
- Sea Terminal Sassnitz verlädt erste Container nach Kotka
- Kurs Mittelmeer-Ost
- Lübeck findet zu alter Stärke zurück
Archiv
Anmeldung
Achtung: Cookies müssen vom Browser beim Login akzeptiert werden.




