Norske Veritas prüft Möglichkeiten für transarktische Verkehre
Nordumgehung lohnt sich nicht
Die Stiftung Det Norske Veritas (DNV) hat eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, um die möglichen Vorteile einer trans-arktischen Streckenführung zwischen Asien und Europa zu beurteilen und mit denen der traditionellen Suez-Route zu vergleichen. Der deutliche Rückgang des Sommereises im letzten Jahr sorgte für reges Interesse der Schifffahrt an der Arktisroute, welche die Fahrstrecke zwischen einigen der weltgrößten Märkte deutlich verkürzen würde.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in den nächsten Jahrzehnten ein ganzjähriger regulärer Containerschiffsverkehr durch arktische Gewässer nicht wirtschaftlich wäre. Zwar zeigen die Prognosen des Weltklimarats bis 2050 eine kontinuierliche Abnahme von Ausdehnung, Konzentration und Stärke des Eises. Dennoch wird auch 2050 weiterhin mit schwierigen Eisverhältnissen im Winter und Frühjahr zu rechnen sein. Morten Mejlænder-Larsen, Programmdirektor für arktische Transportschifffahrt bei DNV, erklärt: “Containerschiffe müssten dafür verstärkt und aufgerüstet werden. Ein für Eisbrechen optimierter Schiffsrumpf weist aber in offenem Wasser eine deutlich geringere Effizienz auf. Die Fahrt in eisfreiem Wasser aber macht einen erheblichen Teil der Gesamtroute aus, was den Nutzen der trans-arktischen Strecke vermindert.”
Der heutige Containerbetrieb basiert auf zeitgenauer Lieferung, die unter veränderlichen Eisbedingungen nur schwer zu gewährleisten ist. Hier können eine stärkere Gewichtung des Treibstoffverbrauchs und neue, flexiblere Wege für den Betrieb von Containerschiffen in Zukunft Veränderungen bringen. Auch ist ein verstärktes Interesse für zeitlich auf die Sommermonate begrenzte Containertransporte zu erwarten.
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