22.07.2011

Niederösterreich und Oberösterreich geben Gas

Foto: Ennshafen

Donau nimmt Schwung auf

Am 24. Juni 2011 verabschiedete der Europäische Rat die Donauraumstrategie. Die Grundlangen zu dieser Entwicklung wurden  bereits 25 Jahre davor in Niederösterreich gelegt - mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Donauländer.


Der Ennshafen mit den angrenzenden Wirtschaftsparks in Niederösterreich und Oberösterreich hat eine Schlüsselposition, wenn es um die Entwicklung bundesländerübergreifender Wachstumspotenziale und innovativer Projekte geht. In einem Pressegespräch informierten Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav und ihr oberösterreichischer Amtskollege KommR. Viktor Sigl gemeinsam mit LAbg. Michaela Hinterholzer, stv. Aufsichtsratsvorsitzende ecoplus GmbH, und Mag. Christian Steindl, Geschäftsführer der Ennshafen OÖ GmbH, über aktuelle Projekte rund um den Ennshafen und die gesamte Region.

„Die EU-Donauraumstrategie eröffnet unseren Bundesländern enorme Chancen in Wirtschaft, Ökologie und Tourismus. Die Donau wird mehr denn je zum Wirtschaftsmotor für die Region“, sind sich die beiden Landesräte einig.

Drehscheibe für Güter und Projekte

„Wir waren zu einer Zeit Vorreiter, als noch der Eiserne Vorhang existierte. Heute können wir darauf aufbauen und die Zukunft gemeinsam planen. So wird ermöglicht, ganz neue Themen anzugehen und auch bestehende Wirtschaftspotentiale mit neuen, zukunftsträchtigen Ausrichtungen optimal zu nutzen. Damit sichern wir langfristig die dynamische und erfolgreiche Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich“, ist Bohuslav überzeugt. Eine Drehscheibe bei der Umsetzung zahlreicher Projekte ist der Ennshafen.

Sigl erklärt: „Der Ennshafen ist an vielen Maßnahmen konkret beteiligt. Insbesondere in der Wissensvermittlung über den Verkehrsträger Wasserstraße, der Teilnahme an Aus- und Weiterbildungskooperativen trägt der Ennshafen entscheidend zur Umsetzung bei. Darüber hinaus darf man aber nicht vergessen, dass der Ennshafen durch seine direkte Verbindung zum Schwarzmeerraum als Verkehrshauptschlagader für den stark exportorientierten Wirtschaftsstandort Oberösterreich von enormer Bedeutung ist.“

Der Standort Ennshafen

Frei zugängliche trimodale Infrastruktur, Standortbedingungen und ein breites Angebot an Dienstleistungen – diese Kombination macht den Ennshafen zum Infrastrukturpartner für die regionale Wirtschaft. Mag. Christian Steindl, Geschäftsführer der Ennshafen OÖ GmbH: “Im ersten Halbjahr 2011 sind am Containerterminal bereits 148.183 TEU  umgeschlagen worden. Beim Wasser-/Landumschlag konnte trotz deutlichem  Umschlagsrückgang im Januar aufgrund des Tankerunfalls am Rhein das Vorjahresniveau leicht übertroffen werden und liegt derzeit bei etwa 292.000 t.“

Dem Ennshafen angeschlossen sind sowohl auf oberösterreichischer als auch auf niederösterreichischer Seite Wirtschaftsparks, die - im Wirtschaftsraum zwischen Linz, Steyr, St. Valentin und Amstetten gelegen – auf Interesse bei den Betrieben stoßen. LAbg. Michaela Hinterholzer, stv. Ecoplus Aufsichtsratsvorsitzende: „So wird zum Beispiel der ecoplus Wirtschaftspart Ennsdorf durch den einfachen Zugang zu einem äußerst kostengünstigen Wasserweg in viele wichtige europäische Wirtschaftszentren in Kombination mit der optimalen Anbindung an Westbahn und Westautobahn zu einer einzigartigen Verkehrs-Drehscheibe.“






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