05.09.2007

Binnenschifffahrt per Mausklick

Ihre Ladung bezieht die Binnenschifffahrt immer häufiger aus dem Internet

Bargelink bietet Ladungsbörse im Internet

Der Schein trügt: die langsam stromauf- und abwärts fahrenden Binnenschiffe können dem Laien den Eindruck vermitteln, dass es gemütlich und behäbig zugeht in der Branche. Doch auch wenn die Hektik des Straßengüterverkehrs (glücklicherweise) fehlt - die Binnenschifffahrt ist ein hochmoderner und vor allem effizienter Transportsektor.

Moderne Frachtschiffe, deren High-Tech-Ruderhäuser Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise blass werden lassen würden, sind der sichtbare Teil einer Branche, die stolz auf ihre Traditionen ist. Aber auch bei den eher unsichtbaren Prozessen ist die Binnenschifffahrt in der Neuzeit angekommen.

Die Zeiten, in denen der Schipper seinen nächsten Transport in der Eckkneipe ausgehandelt hat, sind lange vorbei. Telefon, E-Mail und Fax sind heute Standard. Und auch das Internet wird immer häufiger fürs Geschäft genutzt. Anders als im Straßengüterverkehr haben Binnenschiffer, Verlader und Spediteure aber nicht die Qual der Wahl. In der Binnenschifffahrt ist es das Internetportal Bargelink, das nach eigenen Angaben die digitale Schifffahrt etabliert hat.

Das 2001 gestartete Unternehmen ist inzwischen fester Bestandteil des europäischen Binnenschifffahrtsmarktes. Fast 1.500 Unternehmen aus über 24 Ländern nutzen das System, um ihre Ladungen und Schiffe anzubieten. Die bei Bargelink registrierte Tonnage umfasst nach Aussage der Betreiber derzeit 950 Schiffe mit einer Gesamttransportkapazität von knapp 1,5 Mio. t.


Das Bild trügt: Die heutige Binnenschifffahrt ist alles andere als behäbig

Von der 300 t großen Peniche bis zum 6.000 t großen Koppelverband ist fast jedes Schiff bei Bargelink zu finden. Im Schnitt werden jeden Monat rund 600 Schiffe auf nahezu allen europäischen Wasserstraßen angeboten. Ob Kies vom Oberrhein, Getreide von der Mosel, Maschinenteile aus dem Kanalgebiet oder Kohle aus dem Seehafen: wer das passende Schiff sucht, soll bei Bargelink fündig werden.

"In unserem System stecken 25 Jahre Berufserfahrung. Bei Bargelink gibt's keinen überflüssigen Schnickschnack, sondern solide Funktionen die nur einem Zweck dienen: unseren Kunden die tägliche Arbeit zu erleichtern", sagt Geschäftsführer Axel Götze-Rohen. Verlader können ihre Ladungen allen oder einer selektiven Auswahl von Transporteuren anbieten. Die oft mühsame Suche nach einem passenden Schiff wird so nicht nur deutlich vereinfacht und beschleunigt, sondern auch auf ganz Europa ausgeweitet.

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