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Stena übernimmt Routen in der Irischen See

Das Fährunternehmen Stena Line hat sich zwei weitere Routen in der Irischen See gesichert. Bislang betrieb DFDS die Verbindungen zwischen Liverpool (Birkenhead) und Belfast sowie zwischen Heysham und Belfast.


RoPax-Linien

In der vergangenen Woche hat die „Stena Germanica III“ am Kiler Schwedenkai ein neues Zeitalter eingeläutet. Mit einer Länge von 240m und einer Ladekapazität von 4.200 LKW-Metern ist sie die größte Fähre, die bisher im Kieler Hafen angelegt hat.

Mit dem Einsatz der neuen Stena Germanica als erste von zwei neuen Fähren auf der Route Kiel-Göteborg vollzieht Stena Line den nächsten Schritt der angekündigten Flotten- und Routenanpassungen. Hierzu gehört auch, dass Stena die Linie zwischen Travemünde und Göteborg einstellt.


Innovationen bei Stena Line

Würde man alle Lkw und Trailer, die an Bord der neuen Superferries Platz finden, hintereinander aufstellen, wäre die Schlange über 5,5 km lang. Damit noch nicht genug: hinter den zwei RoPax-Neubauten von Stena Line stecken gleich drei Schiffswechsel. Insbesondere auch für den Seehafen Kiel. 


Terminal soll 2010 in Betrieb gehen

Sechs Stockwerke ragst der Rohbau des neuen Terminals am Kieler Schwedenkai inzwischen empor. Alle zwei bis drei Wochen kommt jetzt eine weitere Etage hinzu, sodass das Gebäude Anfang des kommenden Jahres seine volle Höhe von 46 m erreicht. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Die Arbeiten schreiten zügig voran. Am Schwedenkai entsteht ein weiteres architektonisches Wahrzeichen Kiels, das die Silhouette am Westufer der Innenförde sicherlich prägen wird.“


Dicht geknüpftes Netz

Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Skandinavien boomt! Der kürzeste Weg nach Finnland, Norwegen oder Schweden führt über die Ostsee. Kein Wunder also, dass der Großteil der Transporte per Schiff durchgeführt wird. Die Besonderheit dabei: Aufgrund der vergleichsweise kurzen Überfahrten die nur zwischen wenigen Stunden und anderthalb Tagen dauern, lohnt ein Umladen vom Lkw auf das Schiff und von dort wieder auf den Lkw, nicht. Die Lösung dieses Problems sind die so genanten RoRo-Fähren, die zwischen allen bedeutenden Ostseehäfen verkehren. Komplette Lastzüge oder Trailer ohne Sattelzugmaschine werden einfach aufs Schiff gefahren, dort verlascht und das Schiff kann auslaufen.


Wachstumsperioden

Die Fährverkehre sind der Wachstumsmotor im Kieler Seehafen. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden auf den vier Linienverbindungen 11,5 % mehr Güter transportiert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG: "Die Fährverkehre machen derzeit dreiviertel des Gesamtumschlages aus und sind unser Kerngeschäft. Das Wachstum gerade in diesem Bereich bestätigt die Investitionen in den Hafen." An allen Hafenanlagen wurden im ersten Halbjahr mehr als 2,52 Mio. t Güter umgeschlagen,  davon 2,24 Mio. Tonnen über öffentliche Anlagen der Seehafen Kiel.


Im RoRo-Takt über die Ostsee

Der Ostseeraum boomt und das bereits seit Jahren! Die Aufnahme Polens und der baltischen Staaten in die Europäische Union haben der Region zusätzlichen wirtschaftlichen Schub gegeben. Zu den Schlüsselbranchen der Ostseeanrainer gehört die Logistikbranche, ohne die kein Warenaustausch stattfinden könnte. Welche Bedeutung Transport und Logistik in dieser Region haben, zeigt sich auf dem Wasser. Die Ostsee ist nicht nur Namensgeber für die Region, die Ostsee ist auch wichtigster Verkehrsträger. Wie gut erschlossen die Region für den Schiffsverkehr ist zeigen die knapp 80 Seehäfen.

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